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Allgemeine Produktinformationen


Die allgemeinen Produktinformationen enthalten detaillierte Informationen zu Zulassungen, Normanforderungen, technischen Details, Verwendungshinweisen und Prüfdetails.


Inhalt

Produktenorm / Definition / CE / Konformität / Zulassungen / Schutz

Allgemeine Produktinformationen - Alle Produkte 3,51 MB (PDF) 
Produktenorm - Gerätenorm Top

Die Produktenormen enthalten nur Mindestanforderungen. Es ist zu beachten, dass Gerätenormen Anforderungen enthalten können, die zusätzlich zu den in den Produktnormen festgelegten gelten oder von diesen abweichen.

Hinweis auf verwendete Definitionen Top

Beachten Sie, dass im deutschen Teil der SCHURTER-Kataloge und Datenblätter die Bezeichnung Nennwert gleichbedeutend ist mit Bemessungswert.

In der englischen Sprache kennen wir einen nominal value = Nennwert und einen rated value = Bemessungswert. Der Unterschied zwischen diesen beiden Werten ist eine reine Definitionsangelegenheit. Um keine unnötigen Komplikationen zu verursachen, verwenden wir weiterhin die Nennwertbezeichnung.

CE-Kennzeichnung gemäss EU-Richtlinien Top

Die CE-Kennzeichnung gibt an, dass ein Produkt die grundsätzlichen Forderungen der zutreffenden EU-Richtlinie erfüllt.

CE Selbsteklaration

Das CE-Zeichen ist kein Qualitäts- oder Normenkonformitätszeichen, sondern ein reines Verwaltungszeichen.

SCHURTER-Produkte fallen in den Gültigkeitsbereich der Niederspannungsrichtlinie 2006/95/EWG. Diese gelten für Betriebsmittel mit einer Nennspannung zwischen AC 50 V und AC 1000 V sowie DC 75 V und DC 1500 V.

Die CE-Kennzeichnung der SCHURTER-Produkte befindet sich auf der Etikette der kleinsten Verpackungseinheit.

Auf Anfrage ist auch eine entsprechende CE-Konformitätserklärung erhältlich. CE-Konformitätserklärungen und Approbationen sind auch im Internet unter www.schurter.com abrufbar.

Konformität mit Produktenormen, nationalen Zulassungszeichen (Approbationen) Top

Nationale Prüfstellen prüfen nach nationalen und internationalen Normen oder anderen allgemein anerkannten Regeln der Technik. Durch das Zulassungszeichen bescheinigen die Prütstellen die Einhaltung der sicherheitstechnischen Anforderungen, die an elektronische Produkte gestellt werden.

Konformität mit Produktenormen, nationalen Zulassungszeichen (Approbationen) Top

Nationale Prüfstellen prüfen nach nationalen und internationalen Normen oder anderen allgemein anerkannten Regeln der Technik. Durch das Zulassungszeichen bescheinigen die Prütstellen die Einhaltung der sicherheitstechnischen Anforderungen, die an elektronische Produkte gestellt werden.

ENEC 05 (Zeichen)   European Norms
Electrical Certification
VDE (Zeichen) VDE Verband Deutscher Elektrotechniker
VDE_vektor_gross (Gutachten mit Fertigungsüberwachung) VDE Verband Deutscher Elektrotechniker
UMF_Prüfzeichen   UMF Universal Modular Fuse erfüllt den Standard IEC 60127-4
cURus (Recognition) UL Underwriters' Laboratories (USA, Canada)
cULus_Prüfzeichen 1) Nur für 3 Pol UL Underwriters' Laboratories (USA, Canada)
UR (Recognition) UL Underwriters' Laboratories (USA)
UL 1) Nur für 3 Pol UL Underwriters' Laboratories (USA, Canada)
CSA_Acceptance   CSA Canadian Standard Association, Component Acceptance Service
CSA   CSA Canadian Standard Association
China   CCC Chinese Compulsory Certification
CQC   CQC Chinese Quality Certification (voluntary)
PSE_Prüfzeichen   PSE Japan Electrical Safety and Environment technology Laboratories
KTL_Prüfzeichen   KTL Korea Testing Laboratory
TÜV   TÜV Technischer Überwachungsverein
NF   NF Norme française
NNO_Prüfzeichen   NNO Numéro de nomenclature Otan (OTAN = NATO = North Atlantic Treaty Organisation)
GAMT1_Prüfzeichen   GAM T1 Liste interarmées AIR MER TERRE de composants électroniques
SEV   SEV Schweizerischer Elektrotechnischer Verein
SEMKO   SEMKO Svenska Elektriska Materielkontrollanstalten
FI.eps   FIMKO Finnish Electrical Inspectorate
KEMA_KEUR   KEMA Keuring van Elektrotechnische Materialien
IMQ_Prüfzeichen   IMQ Instituto italiano del marchio di qualità

Approbationen

Die meisten Bauteile von SCHURTER sind zusätzlich zu den kombinierten UL/CSA-Zulassungen noch durch eine der europäischen Zulassungsbehörden wie VDE (Deutschland), Electrosuisse (Schweiz) oder SEMKO (Schweden) zertifiziert. Die Sicherheitsprüfverfahren der europäischen Zulassungsbehörden basieren auf einem gemeinsamen europäischen Sicherheitsstandard. Durch die Bemühungen, die Normen in Europa zu vereinheitlichen, verlieren die verschiedenen, nationalen Zulassungsbehörden immer mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund hat SCHURTER entschieden, nur eine europäische Zulassungslizenz beizuhalten (z. B. VDE, SEV oder SEMKO). Die anderen Lizenzen werden nach Ablauf der Laufzeit nicht mehr verlängert.

Da UL und CSA keine Mitglieder des CENELEC sind, sind die UL- und CSA-Standards noch nicht mit den europäischen Standards vereinheitlicht worden. UL und CSA versuchen zur Zeit ihre Standards untereinander zu harmonisieren. SCHURTER wird, wenn möglich, die kombinierten Prüfzeichen cULus oder cURus beantragen.

Durch die wirtschaftliche Entwicklung in Asien, verfügen viele Produkte von SCHURTER auch über Zulassungen für China, Japan und Korea.

Informationen zu Approbationen

SCHURTER Produkte sind nach EN / IEC Normen zertifiziert und tragen europaweit länderspezifische Prüfzeichen:

SEV SEMKO VDE FI.eps KEMA_KEUR IMQ_Prüfzeichen

Während den letzten Jahren, haben sich europäische Länder bemüht ihre Prüfzeichen auf ein allgemein anerkanntes zu reduzieren. Das ENEC Prüfzeichen löst (wo möglich) die bisherigen Prüfzeichen ab. Das ENEC Prüfzeichen wird von allen nationalen Zertifizierungsstellen, die das Europäische Zertifizierungsabkommen (CCA) unterzeichnet haben, angeboten.

SCHURTER hat sich dazu entschieden die Vielfalt der europäischen Prüfzeichen zu reduzieren. Für Neuapprobationen von SCHURTER-Bauteilen, wird in Zukunft nur noch das ENEC genannt:

ENEC 10  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Zulassungen für USA und Kanada erfolgen entsprechend UL- und CSA-Normen:

UL UR CSA CSA_Acceptance

Da UL und CSA nicht Mitglied von CENELEC sind, sind diese beiden nicht im Einklang mit den europäischen Prüfzeichen. Überall wo es möglich ist, will SCHURTER das kombinierte cULus Prüfzeichen erlangen:

cULus_Prüfzeichen curus CCSAUL CCSAUS_ACC

Das chinesische CCC Prüfzeichen ist seit dem 1.8.2003 für den Import nach China für viele Produkte erforderlich. SCHURTER ist bestrebt, für betroffene Produkte die Zulassung zu erlangen.

China

Gibt es für ein Produkt keine anwendbare Chinesische Norm, so prüft SCHURTER gerne, ob eine freiwillige CQC-Zulassung machbar ist.

CQC

Weiter Informationen:

http://www.enec.com

Approval Industry Links

Referenz

Kürzel

Land

01

IMQ

Italien

02

KEMA

Holland

03

VDE

Deutschland

04

SEV

Schweiz

05

SEMKO

Schweden

 

IP Schutzgrade durch Gehäuse (IP Code) Top

Norm IEC 60529, EN 60529 und DIN 40050

Anwendungsbereich

Diese Normen finden Anwendung bei der Einteilung von Schutzgraden für Gehäuse von elektrischen Betriebsmitteln, deren Nennspannung 72,5 kV nicht überschreitet.

Zweck

Der Zweck dieser Normen ist es, folgendes festzulegen:

a) Begriffe für Schutzgrade durch Gehäuse von elektrischen Betriebsmitteln, betreffend:

1. Schutz von Personen gegen das Berühren von gefährlichen Teilen innerhalb des Gehäuses.

2. Schutz des Betriebsmittels innerhalb des Gehäuses gegen Eindringen von festen Fremdkörpern.

3. Schutz des Betriebsmittels innerhalb des Gehäuses gegen schädliche Einwirkungen durch das Eindringen von Wasser.

b) Bezeichnungen für diese Schutzgrade.

c) Anforderungen für jede Bezeichnung.

d) Prüfungen, die durchzuführen sind, um zu bestätigen, dass das Gehäuse die Anforderungen dieser Normen erfüllt.

Bezeichnungen

Der Schutzgrad durch ein Gehäuse wird durch den IP Code in folgender Weise angezeigt:

Bestandteile des IP Code und ihre Bedeutungen

Eine kurze Beschreibung der IP Code-Bestandteile ist in der folgenden Tabelle gegeben.

IP xy

Bedeutung für den Schutz des Betriebsmittels

Bedeutung für den Schutz von Personen

 

Gegen Eindringen von festen Fremdkörpern

Gegen Berühren von gefährlichen Teilen mit

x = 0

(nicht geschützt)

(nicht geschützt)

x = 1

50 mm Durchmesser

Handrücken

x = 2

12,5 mm Durchmesser

Finger

x = 3

2,5 mm Durchmesser

Werkzeug

x = 4

1,0 mm Durchmesser

Draht

x = 5

staubgeschützt

Draht

x = 6

staubdicht

Draht

     
 

Gegen Eindringen von Wasser mit schädlichen Wirkungen

 

y = 0

(nicht geschützt)

 

y = 1

senkrechtes Tropfen

 

y = 2

Tropfen (15° Neigung)

 

y = 3

Sprühwasser

 

y = 4

Spritzwasser

 

y = 5

Strahlwasser

 

y = 6

starkes Strahlwasser

 

y = 7

zeitweiliges Untertauchen

 

y = 8

dauerndes Untertauchen

 

y = 9K

Hochdruck- resp. Dampfstrahlreinigung

 
Berührungsschutz Top

(Schutz gegen gefährliche Körperströme)

1. Schutz gegen direktes und indirektes Berühren (Allgemeines)

Der Schutz gegen gefährliche Körperströme bei elektrischen Betriebsmitteln sowie deren Komponenten gliedert sich in folgende zwei Teile:

Schutz gegen direktes Berühren unter Spannung stehender (aktiver) Teile. Betrifft alle Massnahmen zum Schutz von Personen und Tieren vor Gefahren, die sich aus einer direkten Berührung aktiver Teile elektrischer Betriebsmittel sowie deren Komponenten ergeben.
Schutz bei indirektem Berühren ist der Schutz von Personen und Tieren vor Gefahren, die sich beim Berühren von Teilen1) elektrischer Betriebsmittel sowie deren Komponenten ergeben, die infolge eines Fehlers (z.B. Isolationsfehler) unter Spannung stehen.

1) berührbares, leitfähiges Teil, das normalerweise nicht unter Spannung steht, das jedoch im Fehlerfall unter Spannung stehen kann.

2.Schutz gegen direktes Berühren aktiver Teile (Berührungsschutz)

z. B. bei Sicherungshaltern. Detaillierte Angaben über getroffene Massnahmen liefern die Datenblätter der entsprechenden Bauteile.

3. Schutz bei indirektem Berühren

Massnahmen zum Schutz bei indirektem Berühren bei elektrischen Betriebsmitteln werden gemäss IEC 61140 mit Hilfe der 4 Schutzklassen 0, I, II, III beschrieben. Jede Klasse beinhaltet zwei Schutzmassnahmen, die auch beim Versagen der einen Massnahme keine gefährlichen Körperströme auftreten lassen.

Schutzklasse

Hauptschutzmassnahmen

0

1. Basisisolierung zwischen unter Spannung stehenden und berührbaren leitfähigen Teilen.

2. Erdfreie Umgebung.

I


Berührungsschutz Symbol Schutzklasse 1

1. Basisisolierung zwischen unter Spannung stehenden und berührbaren leitfähigen Teilen.

2. Schutzleiter-Anschluss: Leitfähige Teile von Gehäusen, die beim Versagen der Basisisolierung gefährliche Spannungen annehmen können, sind an den Schutzleiter angeschlossen.

II


Berührungsschutz Symbol Schutzklasse 2

1. Basisisolierung zwischen unter Spannung stehenden und berührbaren leitfähigen Teilen.

2. Zusätzliche Isolierung. Basis- und zusätzliche Isolierung werden im Begriff «Doppelte Isolierung» zusammengefasst. Unter gewissen Bedingungen kann auch eine «Verstärkte Isolierung» (einheitliches Isoliersystem) einen gleichwertigen Schutz gegen gefährliche Körperströme gewährleisten wie eine «Doppelte Isolierung». Kein Schutzleiter-Anschluss zulässig. Ein allenfalls vorhandener Schutzleiter darf nicht angeschlossen werden und muss wie ein aktives Teil isoliert werden.

III


Berührungsschutz Symbol Schutzklasse 3

1. Betriebsisolierung.

2. Energieversorgung mittels Sicherheits-Kleinspannungskreisen (SELV, über Sicherheits-Trafo). Der Schutz gegen gefährliche Körperströme beruht in diesem Fall vollumfänglich auf der Versorgung durch SELV-Kreise (U 42V). Im Betriebsmittel werden keine berührungsgefährlichen Spannungen erzeugt. Schutzleiteranschluss unzulässig.

IEC Gerätesteckvorrichtung

Allgemeine Produkt Informationen - Gerätestecker 1,06 MB (PDF) 
Allgemeine Produktinformationen - Gerätestecker/-Dosen 940,10 kB (PDF) 
Allgemeine Produktinformationen - Gerätetstecker-Kombielemente 1,04 MB (PDF) 
Allgemeine Produktinformationen - Kombielemente mit Filter 1,20 MB (PDF) 
Allgemeine Produktinformationen - CBE - thermisch-magnetisch 265,92 kB (PDF) 
Allgemeine Produktinformationen - Kabelstecker 628,99 kB (PDF) 
Allgemeine Produktinformationen - Anschlusskabel 643,64 kB (PDF) 
IEC Gerätestecker Top

Gerätesteckvorrichtungen zugelassen nach IEC 60320 entsprechen zweipoligen Gerätesteckvorrichtungen nur für Wechselstrom, mit oder ohne Schutzkontakt, mit einer Bemessungsspannung von 250 V und einem Bemessungsstrom nicht über 16A für den Hausgebrauch oder ähnliche allgemeine Zwecke, die zum Anschluss einer flexiblen Leitung mit elektrischen Geräten oder anderen elektrischen Einrichtungen für Netzanschluss von 50Hz oder 60 Hz dienen.

Gerätesteckvorrichtungen, die der genannten Norm entsprechen, sind geeignet für den Gebrauch bei Umgebungstemperaturen, die üblicherweise 25°C nicht übersteigen, jedoch gelegentlich 35°C erreichen.

Die Gerätesteckvorrichtungen sind für den Anschluss von Geräten ohne besonderen Feuchtigkeitsschutz vorgesehen. Entsprechend muss der Feuchtigkeitsschutz bei Geräten bei denen bestimmungsmässig mit überlaufenden Flüssigkeiten zu rechnen ist, durch das Gerät sichergestellt werden.

Für Gerätestecker welche nach der Norm IEC 60320 ausgelegt sind, gelten folgende Nenndaten:

- Bemessungsspannung: 250 VAC
- Bemessungsströme je nach Typ: 0.2A, 2.5A, 6A, 10A, 16A

Ebenso werden die Gerätesteckvorrichtungen nach der höchsten Einsatztemperatur an den Stiftbasen des Gerätesteckers eingeteilt. So gilt folgende Einteilung:

- Stifttemperatur bis 70°C:
Gerätesteckvorrichtungen für kalte Bedingungen
- Stifttemperatur bis 120°C:
Gerätesteckvorrichtungen für warme Bedingungen
- Stifttemperatur bis 155°C:
Gerätesteckvorrichtungen für heisse Bedingungen

Die Steckkonturen sind derart kodiert, daß Gerätesteckvorrichtungen für warme Anschlußstellen ebenfalls für kalte Anschlußstellen und Gerätesteckvorrichtungen für heiße Anschlußstellen ebenfalls für kalte sowie warme Anschlußstellen verwendet werden können.

Die Gerätesteckvorrichtungen werden weiter nach der anzuschliessenden Geräteart eingeteilt in:

- Gerätesteckvorrichtungen für Geräte der Schutzklasse I (mit Schutzleiter)
- Gerätesteckvorrichtungen für Geräte der Schutzklasse II (ohne Schutzleiter)
- Die Berührungsschutzklassen sind in der Norm IEC 61140 beschrieben

Gerätesteckdosen werden darüber hinaus eingeteilt nach der Anschlussart der flexiblen Leitung:

- Wiederanschliessbare Gerätesteckdosen
- Nichtwiederanschliessbare Gerätesteckdosen
IEC Gerätesteckvorrichtungen Top

Gerätesteckvorrichtungen, Netzweiterverbindungen und Netzanschlussstecker werden nach nationalen und internationalen Normen entwickelt und hergestellt. Diese Normen wurden herausgegeben, um eine allgemein verbindliche Vereinbarung über Basismasse und Sicherheitsziele der Steckvorrichtungen zu schaffen. Auf diesem Weg wurde eine weitgehende Sicherheit bei der Kombination von Komponenten unterschiedlicher Herkunft erreicht. Für Netzstecksysteme gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften, für Gerätesteckvorrichtungen diejenigen gemäss Norm IEC 60320 einschliesslich deren Unterkapitel.

Die Versorgung verschiedener elektrischer Geräte erfolgt nach länderspezifischen Vorgaben bezüglich Spannung und Strom. Hier ist es für internationale Geräteanbieter sinnvoll, die Versorgung ihrer Einzelkomponenten mit IEC Gerätesteckvorrichtungen und

Netzweiterverbindungen zu lösen. SCHURTER bietet hierzu verschiendenste Produkte innerhalb der strategischen Geschäftseinheit Gerätestecker an. Zur Sicherstellung der Normeinhaltung werden die SCHURTER Produkte von unabhängigen Prüfstellen geprüft (siehe Approbationen).


Anwendungsbereich Top

Zweipolige Gerätesteckvorrichtungen nur für Wechselstrom (AC) mit und ohne Schutzkontakt für eine Nennspannung bis 250VAC und einen Nennstrom bis 16A, die zur Verbindung einer flexiblen Netzanschlussleitung mit elektrischen Geräten oder anderen elektrischen Einrichtungen von 50Hz oder 60Hz dienen (vgl. IEC 60320-1).

Zweipolige Netzweiterverbindungen nur für Wechselstrom (AC) mit und ohne Schutzkontakt für eine Nennspannung bis 250VAC und einen Nennstrom bis 16A, die zur Weiterverbindung des Netzanschlusses mit Geräten oder Einrichtungen von 50Hz oder 60Hz dienen (vgl. IEC 60320-2-2).

Anforderungen / Einteilungen Top

Stifttemperatur Top

Die Anforderungen an Gerätesteckdosen basieren darauf, dass die Temperatur der Stifte der entsprechenden Gerätestecker nicht höher ist als:

Steckertemperatur Bezeichnung Kommentar

70°C

bei Gerätesteckdosen für kalte Bedingungen

Umgangssprachlich wird hier von Kaltgerätestecker gesprochen

120°C

bei Gerätesteckdosen für heisse Bedingungen

Umgangssprachlich wird hier von Warmgerätestecker gesprochen, während die Norm den Begriff Heissgerätestecker benutzt

155°C

bei Gerätesteckdosen für sehr heisse Bedingungen

Umgangssprachlich wird hier von Heissgerätestecker gesprochen. Die Norm verwendet denselben Begriff

Gerätestecker für kalte Bedingungen dürfen nicht verwendet werden bei Geräten mit Aussenteilen, deren Temperaturerhöhung bei bestimmungsgemässem Gebrauch 75 K übersteigen kann und die bei bestimmungsgemässem Gebrauch von der beweglichen Leitung berührt werden können.

Nennströme Top

Gemäss IEC 60320 gelten folgende Nennströme: 2.5A / 6A / 10A /16A. Die Nennstromangabe der SCHURTER Bauteile stützt sich ab auf die jeweiligen Zulassungsnormen, welche jedoch länderspezifische Unterschiede aufweisen (siehe Approbationsstellen). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Unterschiede zwischen den Nennstromangaben nach IEC im Vergleich zu den nach VDE, UL und CSA zugelassenen typischen Werten (SCHURTER Referenzbauteile).

IEC 60320 sieht für die genannten Nennströme eine Kodierung für die Kontur vor und beugt damit einem Missbrauch vor.

IEC

VDE

UL

CSA

2.5 A

2.5 A max.

2.5 A

6 A max.

6 A

6 A max.

n/a

n/a

10 A

10 A max.

15 A max.

16 A max.

16 A

16 A max.

20 A max.

21 A max.

Geräteschutzklassen nach IEC 60536 Top

Hinsichtlich Schutz gegen direkte Berührung werden die Gerätesteckvorrichtungen wie folgt eingeteilt:

Geräte der Klasse 1 (mit Schutzleiter)
Geräte der Klasse 2 (ohne Schutzleiter)

(Siehe detaillierte Erläuterungen zum Berührungsschutz)

Besondere Bauweisen Top

Gerätesteckvorrichtungen, die den vorliegenden Normen entsprechen, sind für den Anschluss von Geräten ohne besonderen Feuchtigkeitsschutz vorgesehen (siehe IP-Schutzgrad). Geräte, bei denen bei bestimmungsgemässem Gebrauch mit überlaufenden Flüssigkeiten oder Staubeinwirkung zu rechnen ist, müssen selbst gegen Feuchtigkeit geschützt sein. Die Norm IEC 60320-2-3 gibt vor, dass der IP-Schutz der Stromzuführung mindestens derjenigen des Gerätes sein muss.

Besondere Bauweisen können ebenfalls erforderlich werden bei Umgebungen, in denen besondere Verhältnisse vorliegen (z.B. auf Schiffen oder in Fahrzeugen), und an gefährlichen Orten (z.B. bei Explosionsgefahr).

Begriffserklärung

Begriffserklärung zu den IEC 603020-Gerätesteckvorrichtungen Top

In der nachfolgenden Illustration ist die Anordnung der möglichen Komponenten dargestellt. Darin werden die verschiedenen Komponenten beispielhaft benannt und anschliessend detailliert mit den jeweiligen Ausprägungsmerkmalen erklärt.


Gerätesteckvorrichtung Top

Bezeichnet Vorrichtungen zum Anschluss einer beweglichen Leitung an ein Gerät oder eine andere Einrichtung. Eine Produktübersicht finden Sie unter «Gerätestecker». Gerätesteckvorrichtungen bestehen im Wesentlichen aus folgenden Teilen:

Gerätesteckdose
Gerätestecker
Netzweiterverbindungsleitung Top

6007.0212, SGE GST, PG07, Anschlusskabel  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Bezeichnet bauliche Einheiten, bestehend aus einer beweglichen Leitung mit einem Geräteanschlussstecker und einer Gerätesteckdose, bestimmt für eine beliebige Verbindung und Trennung eines Gerätes oder einer Einrichtung mit einer Anschlussleitung zu einem anderen Gerät oder einer anderen Einrichtung. Eine Produktübersicht finden Sie unter «Kabelverbindungen».

Konfigurator | Webselector Chart | Mating Connector

Wiederanschliessbare Gerätesteckdose und Geräteanschlussstecker Top

4733_Katalogbild_1_s/w  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Bezeichnet Bauteile, die so gebaut sind, dass die bewegliche Leitung ausgewechselt werden kann. Umgangssprachlich sprechen wir von Kabelstecker/-dose. Eine Produktübersicht finden Sie unter «Kabelstecker». In dieser Übersicht haben wir auch die erhältlichen Netzstecker aufgeführt.

Konfigurator | Webselector Chart | Mating Connector

Nichtwiederanschliessbare Gerätesteckdosen und Geräteanschlussstecker Top

1654, SGE GST, PG07, Geräteanschlussleitung  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Bezeichnet Bauteile, die im Unterschied zu den Netzweiterverbindungsleitungen und Geräteanschlusssteckern eine untrennbare bauliche Einheit mit der beweglichen Leitung bilden.

Eine Produktübersicht finden Sie unter «Kabelverbindungen».

Konfigurator | Webselector Chart | Mating Connector

Netzanschlussleitung Top

6009.1315, SGE GST, PG07, Anschlusskabel  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Bezeichnet bauliche Einheiten, bestehend aus einer beweglichen Leitung mit einem Netzanschlussstecker und einer Gerätesteckdose, bestimmt für den Anschluss eines elektrischen Gerätes an das Netz. Eine Produktübersicht finden Sie unter «Kabelverbindungen».

Konfigurator | Webselector Chart | Mating Connector

Gerätesteckerkombielemente mit oder ohne Netzfilter Top

KM, SGE GST, PG05, Kombielement Frontplatte 10A ohne Filter s/w  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Bezeichnet Gerätesteckerkombielemente («PEM», englische Abkürzung für «Power Entry Module»), d.h. Module bestehend aus unterschiedlichen Funktionselementen wie:

IEC Gerätestecker / -Geräteeinbausteckdose
Schalter inkl. Bowdenzug-Betätigung
Geräteschutzschalter
Gerätesicherungshalter
Spannungswähler
EMV-Filter

Zu den Vorteilen von Gerätesteckerkombielementen gegenüber Einzelkomponenten gehören:

Kompakte Einbaumasse
Nur ein Produkt mit elektrisch verbundenen Einzelkomponenten
Effiziente Montage
Alternative Design-Ausführungen mit ähnlichen Einbaudimensionen
Geschützte, verbundene und bereits geprüfte Komponenten für die Stromzuführung

Eine detaillierte Produktübersicht finden Sie unter «Kombielement ohne Netzfilter» bzw. «Kombielemente mit Netzfilter».

IEC Gerätestecker / -Geräteeinbausteckdosen Top

6100-3, SGE GST, PG07, Gerätesteckerkombielement 10A Frontplatte s/w  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de') 4719, SGE GST, PG05, Kombielement Frontplatte 10A ohne Filter  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Die IEC Gerätestecker und Gerätesteckdosen entsprechen den bereits vorgestellten Einzelkomponenten gemäss IEC Gerätesteckvorrichtungen. Eine detaillierte Produktübersicht finden Sie unter «Gerätestecker/-dosen».

Eine erwähnenswerte Ausführung stellen die geschützten Gerätesteckdosen dar. Sie schützen vor ungewollter Berührung mit spannungsführenden Teilen. Die Schutzelemente werden durch das Eindringen des Geräteanschlussteckers zur Seite geschoben. Damit sind diese Bauteile besonders für Anwendungen geeignet welche für Kinder ausgelegt sind.

Eine Besonderheit stellen auch die mit Sicherungshalter bestückten Gerätesteckdosen dar. Sie sind insbesondere für die Verwendung in Verteilleisten gedacht und können durch den Einsatz einer Schmelzsicherung auf einen vordefinierten Stromverbrauch abgesichert werden.

Konfigurator | Webselector Chart | Mating Connector

EMV-Filter Top

Zur Sicherstellung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) von Anwendungen können auch Filterkomponenten zu den Gerätesteckern hinzukommen. In diesem Fall sprechen wir in der Umgangssprache von einem Inletfilter oder einem IEC Steckerfilter. Filter können ebenso als Ergänzung zu den bereits beschriebenen Kombielementen angewendet werden. Eine detaillierte Produktübersicht finden Sie unter «Kombielemente mit Netzfilter».

Verteilleisten Top

4747, SGE GST, PG07, Verteillisten mit ohne Kabel s/w  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Bezeichnet Bauteile, deren Funktion darin besteht, z.B. mit nur einer länderspezifischen Netzanschlussleitung eine Vielzahl von Geräten mit IEC Steckvorrichtungen mittels Netzweiterverbindungsleitungen zu versorgen. Eine detaillierte Produktübersicht finden Sie unter «Verteilleisten».

Die Verteilleisten sind mangels Normvorgabe nur eingeschränkt nach UL bzw. VDE zugelassen. Entsprechend werden modulare Lösungen aus geprüften Einzelkomponenten (Gerätestecker/-dosen) angeboten. Der zulässige Nennstrom, die Absicherung und die notwendigen Leiterquerschnitte können je nach Einsatzbereich sehr spezifisch ausgewählt werden.

Schutzabdeckungen Top

A_Schutzabdeckung_Diverse_Kombielemente  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Schutzabdeckungen für Gerätestecker und Kombielemente verhindern die unabsichtliche Berührung spannungsführender Teile innerhalb des Gerätes. Sie bestehen aus einem dehnbaren Kunststoff und können von der Rückseite her auf die Komponenten aufgeschoben werden. Die Passung der unterschiedlichen Ausführungen von Schutzabdeckungen steht in einem Datenblatt zur Verfügung.

Auszugssicherung für Kabelstecker/-dosen Top

Auszugssicherungen für Kabelstecker/-dosen bzw. Sicherungsbügel dienen der sicheren Steckverbindung. Eine Passung zwischen den gewählten Steckvorrichtungen ist zwingend erforderlich für einen zuverlässigen Schutz. Eine detaillierte Produktübersicht finden Sie unter "Auszugssicherung bei Stromzuführungen".

Komponenten zu Kombielementen

Allgemeine Produktinformationen - Gerätetstecker-Kombielemente 1,04 MB (PDF) 
Allgemeine Produktinformationen - Kombielemente mit Filter 1,20 MB (PDF) 
Allgemeine Produktinformationen - CBE - thermisch-magnetisch 265,92 kB (PDF) 
Netzschalter Top
Schalter inkl. Bowdenzug-Betätigung Top

Schalter können sowohl einpolig (Phasen-Unterbrechung) als auch zweipolig (Phasen- und Neutral-Unterbrechung) ausgeführt werden, damit die Stromzuführung, den Anforderungsstandards entsprechend, richtig abgetrennt werden kann. Grundsätzlich werden qualitativ hochwertige Produkte verwendet, welche die gängigen Anforderungen der Industrie erfüllen und im Kontext zu den gegebenen Nennstrombereichen der stehen.

Netzschalter verwendet bei Typ

Technische Daten

 

CMF1, CMF2, CMF3, CMF4, CMF5, CMF6

Schaltleistung gemäss IEC/EN 61058-1

10 (4) A / 250 VAC, 10 000 Schaltoperationen

6 (4) A / 250 VAC, 50 000 Schaltoperationen

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.6

 

Schaltleistung gemäss UL 1054

6 A, 125 250 VAC, 6000 Schaltoperationen

(1⁄4) HP, 125 VAC

(1⁄2) HP, 250 VAC

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.45

 

Einschaltspitzenstrom gemäss IEC/EN 61058-1

kapazitiv 70 A, 3-4 ms

Dauerstrom 5 A

10 000 Schaltoperationen

 

Kontaktöffnungsweite

≥3 mm

     

KM, KMF, PMM, GRM1, GRM2, GRM4

Schaltleistung gemäss IEC/EN 61058-1

10 (4) A / 250 VAC, 10 000 Schaltoperationen

6 (4) A / 250 VAC, 50 000 Schaltoperationen

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.6

 

Schaltleistung gemäss UL 1054

12 A, 125 250 VAC, 6000 Schaltoperationen

(1/3) HP, 125 VAC

(1/2) HP, 250 VAC

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.45

   

Erfüllt Schaltstromtest nach UL 1054, TV-3

 

Einschaltspitzenstrom gemäss IEC/EN 61058-1

kapazitiv 100 A, 3-4 ms

Dauerstrom 5 A

10 000 Schaltoperationen

 

Kontaktöffnungsweite

≥3 mm

     

KEB1, KFB1

Schaltleistung gemäss DIN/VDE 0630

12 (3) A / 250 VAC, 10 000 Schaltoperationen

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.6

 

Einschaltspitzenstrom gemäss IEC/EN 61058-1

kapazitiv 20 A, < 5 ms

Dauerstrom 5 A

10 000 Schaltoperationen

 

Kontaktöffnungsweite

≥3 mm

     

DC11, DC12, DC21, DC22, DD11, DD12, DD21, DD22

Schaltleistung gemäss IEC/EN 61058-1

16 (4) A / 250 VAC, 10 000 Schaltoperationen

10 (4) A / 250 VAC, 50 000 Schaltoperationen

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.6

 

Schaltleistung gemäss UL 1054

16 A / 125 250 VAC, 6000 Schaltoperationen

(1) HP 125 VAC / (2) HP 250 VAC

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.45

 

Einschaltspitzenstrom gemäss IEC/EN 61058-1

kapazitiv 100 A, 3-4 ms

Dauerstrom 5 A

 

Kontaktöffnungsweite

≥3 mm

     

KP (Schalter), KEB2, KFB2, KD, CD, KG, CG, Felcom 54, Felcom 64, FKH, FKI, FKHD, FKID

Schaltleistung gemäss IEC/EN 61058-1

12 (4) A / 250 VAC, 10 000 Schaltoperationen

8 (8) A / 250 VAC, 50 000 Schaltoperationen

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.6

 

Schaltleistung gemäss UL 1054

15 A, 125 250 VAC, 6000 Schaltoperationen

(3/4) HP, 125 VAC

(11/2) HP, 250 VAC

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.45

   

Erfüllt Schaltstromtest nach UL 1054, TV-3

 

Einschaltspitzenstrom gemäss IEC/EN 61058-1

kapazitiv 70 A, 3-4 ms

Dauerstrom 5 A

10 000 Schaltoperationen

 

Kontaktöffnungsweite

≥3 mm

     

KD Bowdenzug, CD Bowdenzug, KG Bowdenzug, CG Bowdenzug

Schaltleistung gemäss IEC/EN 61058-1

6 (4) A / 250 VAC, 10 000 Schaltoperationen

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.6

 

Schaltleistung gemäss UL 1054

6 A, 250 VAC, 10 000 Schaltoperationen

8 A, 125 VAC, 10 000 Schaltoperationen

 

Einschaltspitzenstrom gemäss IEC/EN 61058-1

kapazitiv 36 A, < 5 ms

Dauerstrom 6 A

6000 Schaltoperationen

 

Kontaktöffnungsweite

≥3 mm

     

EC11, EC12

Schaltleistung gemäss IEC/EN 61058-1

16 (4) A / 250 VAC, 10 000 Schaltoperationen

10 (4) A / 250 VAC, 50 000 Schaltoperationen

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.6

 

Schaltleistung gemäss UL 1054

20 A, 125 250 VAC, 6000 Schaltoperationen

(1) HP, 125 VAC

(2) HP, 250 VAC

   

Angaben in ( ) bei induktiver Last mit cosφ 0.45

   

Erfüllt Schaltstromtest nach UL 1054, TV-3

 

Einschaltspitzenstrom gemäss IEC/EN 61058-1

kapazitiv 100 A, 3-4 ms

Dauerstrom 5 A

10 000 Schaltoperationen

 

Kontaktöffnungsweite

≥3 mm

     

5145, 6145, DF11, DF12, EF11, EF12

Bedingtes Schaltvermögen Inc

1'000 A

 

Lebensdauer

50'000 Schaltspiele bei In

 

Weitere technische Infomationen siehe Datenblatt TA45

 
     

6135

Bedingtes Schaltvermögen Inc

2'000 A

 

Lebensdauer

50'000 Schaltspiele bei In

 

Weitere technische Infomationen siehe Datenblatt TA35 2Pol

 
     

6136

Bedingtes Schaltvermögen Inc

2'000 A

 

Lebensdauer

50'000 Schaltspiele bei In

 

Weitere technische Infomationen siehe Datenblatt TA35 1Pol

 
Bowdenzug für Typ KD/KG, CD/CG Top

Was Sie über die Bowdenzugtechnologie wissen sollten

Der Bowdenzug besteht aus einem Drahtkabel in einem kunststoffisolierten Spiralschlauch. Auf die Streckenführung des Bowdenzuges ist besonderen Wert zu legen. Jede nicht geradlinige Kabelführung bringt Reibungs- und Bewegungsverluste mit sich, die schlussendlich den Bedienungskomfort beeinträchtigen.

Reibungsverluste im System erfordern erhöhte Betätigungskräfte. Bewegungsverluste entstehen durch unerwünschte Differenzen zwischen den Befestigungspunkten des Kabels. Die Hauptelemente der Bewegungsverluste sind Spiel und Auslenkung. Spiel wird durch die Bewegung des Drahtkabels im Schlauch in Betätigungsrichtung hervorgerufen. Es ist abhängig von der Differenz zwischen Drahtkabeldurchmesser und Schlauchinnendurchmesser sowie vom Umlenkwinkel. Die normalerweise geringe Auslenkung kann durch Befestigung des Schlauches minimiert werden. Dies gilt insbesondere für Systeme mit grossen Kabellängen und grossen Umlenkwinkeln. Alle genannten Verluste und die damit verbundenen Beeinträchtigungen können durch Verringerung des Umlenkwinkels bei der Konstruktion klein gehalten werden. Wegen der Anzahl der Variablen, welche die Arbeitsweise des fernbetätigten Schalters beeinflussen können, soll die Bestellanleitung zur Bestimmung der geeigneten Kabellänge und zur Musterbegutachtung durch den Kunden verwendet werden.

Bitte auch untenstehendes Diagramm zur Bestimmung der zu erwartenden Erhöhung der Betätigungskraft beachten.

Bestellanleitung

Bestimmung der Einbaumasse für die Festlegung der Bowdenzuglänge:

R Montageart parallel zur Betätigungsrichtung
B1 Betätigungsteil
B2 Gerätestecker-Kombielement

Einbaumasse in mm (Gehäuseausschnitt Zentrum [B1] zu Zentrum [B2] der Geräteaussenfläche)

R a/ b c/

S Montageart 90° zur Betätigungsrichtung
B1 Betätigungsteil
B2 Gerätestecker-Kombielement

Einbaumasse in mm (Gehäuseausschnitt Zentrum [B1] zu Zentrum [B2] der Geräteaussenfläche)

S a/ b/ c/

Bestell-Beispiel

1. Bestell-Nr. Sockel KD14.4199.151
2. Bestell-Nr. Schublade 4303.2024.03
3. Bowdenzug (Montageart/Einbaumasse in mm) * R a/200 b/180 c/40

*Die Bestell-Nr. für einen kundenspezifischen Bowdenzug wird mit der Auftragsbestätigung erteilt.

Lieferzeit für kundenspezifisches Bowdenzug-Muster ca. 2 Wochen.

Standard-Bowdenzug-Muster, Best.-Nr. 0886.0101, ab Lager

Geräteschutzschalter Top

Neben der Schaltfunktion stellt der Geräteschutzschalter («CBE», englische Abkürzung für «Circuit Breaker for Equipment») auch den Schutz vor Überlast sicher. Detaillierte Informationen zu CBE und eine Produktübersicht zu Gerätestecker-Kombielemente mit CBE finden Sie in der Produktübersicht.

Sicherungsschubladen Top
Gerätesicherungshalter, Teil eines Gerätestecker-Kombielementes Top

Sicherungsschublade 1

Sicherungsschublade 2

Sicherungsschublade 3

Berührungsschutz, thermische Anforderungen, Auswahlkriterien

Berührungsschutz gegen direktes Berühren aktiver Teile bei G-Sicherungshaltern

Die Beurteilung des Berührungsschutzes setzt voraus, dass der Halter ordnungsgemäss zusammengebaut, installiert und betrieben wird wie im normalen Gebrauch, z.B. auf der Frontplatte eines Gerätes. IEC 60127-6 und EN 60127-6 unterscheiden drei verschiedene Kategorien:

Kategorie

Merkmale

PC1

G-Sicherungshalter ohne integrierten

Berührungsschutz

Sie sind nur für Anwendungsfälle geeignet, wo entsprechende, zusätzliche

Berührungsschutz-Massnahmen getroffen werden.

PC2

G-Sicherungshalter mit integriertem Berührungsschutz

Aktive (unter Spannung stehende) Teile sind nicht berührbar im

- geschlossenen Zustand

- bei entferntem G-Sicherungseinsatzträger (inkl. Sicherungseinsatz)

- beim Einsetzen oder Auswechseln der G-Sicherungseinsatzträger.

Die Prüfung erfolgt hier mit dem in IEC 60529 genormten,

beweglichen Prüffinger.

PC3

G-Sicherungshalter mit erhöhtem integrierten

Berührungsschutz

Die Anforderungen an diese G-Sicherungshalter entsprechen

denjenigen von Kategorie PC2 mit der Ausnahme, dass die

Prüfung mit einem starren Prüfdraht von 1 mm Durchmesser

gemäss IEC 60529, Tabelle VI, erfolgt, anstelle des Prüffingers.

Hohe Sicherheit im Umgang mit SCHURTER Kombielementen

Schutz vor Berührung von spannungsführenden Teilen ist ein wichtiger Aspekt bei elektrischen Verbindungsteilen. Ihre Kunden wie auch Ihr Servicepersonal schätzen höchstmöglichen Schutz vor unbeabsichtigter Berührung von spannungsführenden Teilen. Unbeabsichtigte Berührung kann durch unsachgemässe Bedienung oder bei Service- und Reparaturarbeiten leicht vorkommen.

Insbesondere die Vorkehrungen «Berührungssicherheit», «Extra-Safe-Schubladen» und «Schutzabdeckungen» sind wirkungsvolle Elemente des Berührungsschutzes im Rahmen der Gerätestecker-Kombielemente.

Beispiel: Kombielement mit Gerätesicherungshalter, Berührungsschutz Kategorie PC2

Geschlossener G-Sicherungshalter und Gerätestecker.

Sicherungshalter geschlossen

Bei entfernter Schublade können bei den SCHURTER Gerätestecker-Kombielementen keine spannungsführenden Teile berührt werden.

Berührungsschutz entferntem G-Sicherungseinsatz

Beim Einsetzen oder Auswechseln eines G-Sicherungseinsatzes 5 x 20 mm oder 6.3 x 32 mm

(1/4'' x 11/4'') können weder über die G-Sicherungseinsätze

noch der Schublade unter Spannung stehende Teile berührt werden.

Berührungsschutz Einsetzen G-Sicherungseinsatz

Die berührungssicheren Gerätestecker-Kombielemente werden auch in der Ausführung Extra-Safe angeboten.

Dadurch werden zusätzlich Anforderungen folgender Norm erfüllt:

IEC 60601-1 (Medizinalgeräte).

Die Schublade muss mit Hilfe eines Werkzeuges (z. B.

Schraubenziehers) entriegelt werden. Ein Öffnen von Hand

ist dadurch ausgeschlossen.

Berührungsschutz Extrasafe, Entfernen Werkzeug

Bei verschiedenen Typen ist es zusätzlich notwendig, zuerst die Gerätesteckdose herauszuziehen. Erst dann kann die Schublade aus dem Sockel entnommen werden.

Die Schublade kann dann von Hand herausgezogen werden.

Berührungsschutz Extrasafe, Entfernen Hand

Einflussfaktoren

Der Entwicklungsingenieur eines elektrischen Betriebsmittels ist verantwortlich für dessen Sicherheit und Funktion gegenüber Menschen, Tieren und Sachwerten. Insbesondere ist es seine Aufgabe dafür zu sorgen, dass die anerkannten Regeln der Technik sowie die entsprechenden gültigen nationalen und internationalen Normen und Vorschriften eingehalten werden.

Im Hinblick auf die Produktesicherheit eines elektrischen Betriebsmittels kommt der Auswahl des richtigen G-Sicherungshalters eine grosse Bedeutung zu. Unter anderem ist mittels geeigneter Massnahmen dafür zu sorgen, dass die vom Hersteller festgelegten zulässigen Verlustleistungen und Temperaturen nicht überschritten werden. Unterschiedliche Definitionen und Anforderungen in den wichtigsten Normen für G-Sicherungseinsätze und G-Sicherungshalter sind häufig die Ursache für eine unkorrekte Auswahl von G-Sicherungshaltern.

Den Nennstrom des G-Sicherungseinsatzes demjenigen des G-Sicherungshalters gleichzusetzen, kann insbesondere bei grösseren Strömen zu unzulässig hohen Temperaturen führen, wenn der Einfluss der Verlustleistung in den Kontakten des Halters unberücksichtigt bleibt.

Für eine korrekte Auswahl sind folgende Einflussfaktoren je nach Anwendung und Einbauart gebührend zu berücksichtigen:

1. Nenn-Verlustleistung des vorgesehenen G-Sicherungseinsatzes.
2. Zulässige Leistungsaufnahme, Betriebsstrom und Temperaturen des vorgesehenen G-Sicherungshalters.
3. Unterschiedliche Umgebungstemperaturen ausserhalb und innerhalb eines Gerätes.
4. Elektrische Laständerungen.
5. Langzeitbetrieb (> 500 h) mit Last > 0.7 In
6. Länge und Querschnitt der Anschlussleiter.
7. Wärmeableitung/Kühlung, Lüftung. Wärmeeinwirkung benachbarter Bauteile.

Nennstrom des G-Sicherungshalters

Der vom Hersteller des G-Sicherungshalters festgelegte Stromwert, auf den sich die Nenn-Leistungsaufnahme des Halters bezieht.

Nenn-Verlustleistung eines G-Sicherungseinsatzes

(Verlustleistung bei Nennstrom), Siehe sep. Katalog «Sicherungen».

Nenn-Leistungsaufnahme und zulässige Temperaturen eines G-Sicherungshalters

Die Nenn-Leistungsaufnahme eines G-Sicherungshalters wird mittels eines standardisierten Prüfverfahrens nach IEC 60127-6 ermittelt. Sie entspricht der Verlustleistung, die ein Ersatz-Sicherungseinsatz beim Nennstrom des G-Sicherungshalters und bei einer Umgebungstemperatur von TU1 = TU2= 23 °C erzeugt (während längerer Zeit). Dabei dürfen folgende Temperaturen an der G-Sicherungshalter-Oberfläche nicht überschritten werden:

G-Sicherungshalter-Oberfläche

Höchstzulässige Temperatur

Messbereich

 

(siehe Bild)

°C

1. Berührbare Teile 1)

TS1

85

2. Nicht berührbare Teile 1) Isolierende Teile

TS2

2)

BEMERKUNGEN:

1) Wenn der G-Sicherungshalter ordnungsgemäss zusammengebaut, installiert und betrieben wird wie im normalen Gebrauch, z. B. auf der Frontplatte eines Gerätes.

2) Die erlaubte Maximaltemperatur des verwendeten Isolationsmaterials entspricht dem relativen Temperatur Index (RTI) gemäss IEC 60216-1 oder UL 746 B.

Thermische Anforderungen Temperatur Messbereich  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Darstellung der Temperatur-Messbereiche

TU1 = Umgebungstemperatur, welche das Gerät umgibt
TU2 = Umgebungstemperatur innerhalb des Gerätes
TS1 = Temperatur der berührbaren Teile an der Oberfläche des G-Sicherungshalters
TS2 = Temperatur der nicht berührbaren Teile an der Oberfläche des G-Sicherungshalters

Zusammenhang zwischen Betriebsstrom I, Umgebungstemperatur TU1 und der zulässigen Leistungsaufnahme Ph des G-Sicherungshalters.

Dieser Zusammenhang wird in Form von Derating-Kurven dargestellt.

Beispiel einer Derating Kurve

Derating Kurve Beispiel  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

I =Betriebsstrom des G-Sicherungshalters

In =Nennstrom des G-Sicherungshalters

Für die Betriebsströme I << In, I = 0,7· In und I = 1 · In zeigen die Derating-Kurven die zul. Leistungsaufnahme des G-Sicherungshalters in Abhängigkeit der Umgebungstemperatur TU1. Diese Leistungsaufnahme entspricht der max. zul. Verlustleistung eines G-Sicherungseinsatzes.

Ein Berechnungsbeispiel finden Sie im Kapitel Gerätesicherungshalter im Teil Sicherungen.

Allgemeine Produktinformationen - Spannungswähler 391,11 kB (PDF) 
Spannungswähler Top

Zur Verwendung von Geräten in internationalen Märkten müssen die länderspezifischen Versorgungsnetze berücksichtigt werden. Möchte man ein Gerät für verschiedene Spannungswerte bereitstellen, so müssen diese ausgewählt und angezeigt werden können. SCHURTER bietet hierfür drei verschieden konfigurierbare Spannungswähler an.

Spannungswähler

Serie-Parallelschaltung

Grafik_KE_CE_KG_CG_Schaltbild_S_1   No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Damit lassen sich viele verschiedene Netzspannungen mit einem Transformator mit 3 Primärwicklungen und einer Sekundärwicklung erstellen.

Stufenschaltung

Zubehör_KD_Spannugswähler_1pole  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Mit dieser Schaltung können bis zu vier Primärspannungsabgriffe verbunden werden.

Jumper

Grafik_GRM2_GRM4_Spannungswähler  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Die Einstellung von nur zwei unterschiedlichen Spannungen lässt sich am einfachsten mit einem Jumper realisieren.

Befestigung & Montage

Befestigung von Gerätesteckvorrichtungen Top

Die unterschiedlichen Anwendungen erfordern verschiedene Konzepte zur optimalen Montage von Gerätesteckern und Geräteeinbausteckdosen. Dabei werden neben den minimalen Einbaumassen die kundenspezifischen Montagemethoden ebenso berücksichtigt, so z.B. die Modulaufbaumöglichkeiten, welche elektrische Tests bereits vor dem Einbau ermöglichen.

Befestigungsseite Top

Die Montage von Gerätesteckern und Geräteeinbausteckdosen in Frontplatten kann sowohl von der Frontseite (Aussenseite der Trägerplatte des Gerätes) als auch von der Rückseite (Innenseite der Trägerplatte des Gerätes) her erfolgen. Damit werden kundenindividuelle Montageszenarien berücksichtigt.

MatingConnector_Mounting-front  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de') MatingConnector_Mounting-rear  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Im Normalfall werden die Gerätesteckvorrichtungen zusammen mit den anderen Bedienkomponenten von der Fronseite her in die Gehäuse eingebaut und anschliessend verdrahtet. Es ist unter Umständen sinnvoll, die komplette elektrische Geräteeinheit vor dem Einbau in ein Gehäuse zu testen. In diesem Fall ist es unerlässlich, die Gerätesteckvorrichtung von der Rückseite her zu montieren.

Montagemethode Top

Die Montagemethode beschreibt die Befestigung der Gerätesteckvorrichtung in die Montageplatte.

Schnappmontage

Die Schnappmontage dient dem einfachen Einsetzen der Gerätesteckvorrichtung in einen entsprechend vorbereiteten Plattenausschnitt. Die Befestigung erfolgt durch das Einrasten von Rastnasen bzw. Schnappern, welche als Bestandteile der bereitgestellten Komponente ausgeprägt sind. Normalerweise erfolgt die Schnappmontage von der Frontseite her.

Wir unterscheiden hierbei folgende drei Kategorien:

Einzelwert-Schnapper

MatingConnector_Mounting-one-step-snap  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Dieser Schnapper passt genau für die Montage auf einer Platte mit der im Datenblatt angegebenen Plattendicke.

Stufen-Schnapper

MatingConnector_Mounting-incremental-snap  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Dieser Schnapper passt auf die Platten mit den jeweils genannten Dicken. Damit kann ein Produkt für unterschiedliche Gehäusesysteme verwendet werden, welche die entsprechenden Plattendicken aufweisen.

Universal-Schnapper

MatingConnector_Mounting-universal-snap  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Die Universalschnapper setzen keine spezifische Plattendicke voraus. Sie passen auf beliebige Masse innerhalb des im Datenblatt vorgegebenen Bereiches.

Schraubmontage

MatingConnector_Mounting-screw-on_front  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de') MatingConnector_Mounting-screw-on-rear  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Die Schraubmontage ist weitgehend unabhängig von der Plattendicke und weist gegenüber der Schnappmontage eine bessere Festigkeit auf. Die Montage kann sowohl von der Frontseite als auch von der Rückseite her erfolgen, dafür müssen aber zusätzlich Schrauben und evtl. auch Muttern eingesetzt werden (nicht im Lieferumfang enthalten, sofern nicht anders vermerkt). Zur sicheren Montage müssen die vorgegebenen Schraubenanzugsdrehmomente berücksichtigt werden, damit eine Beschädigung der Komponente ausgeschlossen und eine sichere Befestigung gewährleistet werden kann.

Die normale Ausführung berücksichtigt die Montage mit Senkkopfschrauben. Entsprechend den Angaben im Datenblatt können aber auch andere Produktvarianten mit Durchgangsloch oder Flachsenkung bezogen werden.

Eine spezielle Form der Schraubmontage enthält bereits die Gewinde für die Schraubbefestigung am Befestigungsflansch. Damit reduziert sich die Komponentenzahl, was in speziellen Auslegungen auch die Dichtigkeit des Produktes zur Montageplatte sicherstellen kann (siehe 5707).

Sandwichmontage

MatingConnector_Mounting-sandwich  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Die Sandwichmontage erlaubt den Einbau der Gerätesteckvorrichtung ohne zusätzliche Komponenten. Die Montage kann, entsprechend den Vorgaben im Datenblatt, sowohl von der Front- als auch von der Rückseite her erfolgen,.

Montageanleitung:

Grafik_GRM1_GRF2_Massbild_Montage_Schritt1  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de') Grafik_GRM1_GRF2_Massbild_Montage_Schritt2  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de') Grafik_GRM1_GRF2_Massbild_Montage_Schritt3  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de') Grafik_GRM1_GRF2_Massbild_Montage_Schritt4  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Nietmontage

Die Nietmontage entspricht im Wesentlichen der Schraubmontage unter Berücksichtigung der Befestigungslöcher als Durchgangsloch oder Flachsenkung mit entsprechenden Dimensionen.

Befestigungsposition Top

Die Befestigungsposition gibt, bezogen auf die Steckerausrichtung, an, auf welcher Seite sich die Befestigungselemente befinden. Dabei werden die Schnapp- wie auch die Schraubpositionen gleich behandelt.

MatingConnector_Mounting-pos.1  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de') MatingConnector_Mounting_pos.2  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Anschlüsse

Die Anschlüsse der Gerätesteckvorrichtungen beziehen sich auf die Kontakte im Innern des Gerätes. Diese sind auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden ausgelegt. Folgende Ausführungen werden unterschieden:

Lötanschluss Top

MatingConnector_Terminal_solder-tabs  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Der Lötanschluss besteht aus einer beschichteten Metallzunge zur Befestigung einer Anschlusslitze mittels Lötverbindung. Die Lötanschlüsse können geometrisch unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Dimensionen der Anschlüsse hierzu werden im entsprechenden Datenblatt angegeben.

Leiterplattenanschluss Top

MatingConnector_Terminal_PCB-connector  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Der Leiterplattenanschluss besteht aus einem beschichteten Metallkontakt zur Lötbefestigung auf einem Kontaktpunkt einer Leiterbahn auf einer Leiterplatte. Grundsätzlich wird zwischen der Durchsteckmontage (THT) und der Oberflächenmontage (SMT) unterschieden. Die Geometrie der Anschlüsse wird im entsprechenden Datenblatt angegeben.

Steckanschluss Top

MatingConnector_Terminal_quick-connect  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Steckanschlüsse bzw. Flachsteckanschlüsse entsprechen Metallsteckzungen mit standardisierten Dimensionen. Ein gebräuchlicher Ausdruck hierfür ist auch Fastonsteckverbinder, typisch in den Massen 4.8 x 0.8 mm, 6.3 x 0.8 mm. Die Abmessungen der Anschlüsse sind im entsprechenden Datenblatt angegeben. Entsprechend müssen die Anschlusslitzen mit Flachsteckhülsen der gleichen Abmessungen konfektioniert werden.

IDC-Steckanschluss Top

MatingConnector_Terminal_IDC  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

IDC-Steckanschlüsse sind so genannte Schneidklemmsteckverbinungen. IDC ist die englische Abkürzung von «Insulation Displacement Connector». Die Adern der Anschlusslitze bzw. der Draht werden/wird ohne vorgängige Konfektion der Anschlussleitung in die Schneidklemme gepresst. Dabei wird die Isolation an der Klemme aufgeschnitten und die elektrische Verbindung über die Klemmverbindung auf die Litze bzw. den Draht sichergestellt. Für eine einwandfreie Verbindung müssen die Leiterquerschnitte aus dem Datenblatt entsprechend berücksichtigt werden.

Schraubanschluss Top

MatingConnector_Terminal_screw-on  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Schraubanschlüsse sind einfache Klemmbefestigungen von Anschlusslitzen mittels Gewindestift.

Litzen Top

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Die Stromzuführung kann auch ohne zusätzliche Verkabelungselemente erfolgen. Hierzu werden die Gerätesteckvorrichtungen direkt mit den Anschlusslitzen ausgeliefert. Auf Anfrage bieten wir auch konfektionierte Litzen mit Steckern, damit die Stromzuführungskomponente ohne weitere Arbeitsschritte im Zielgerät montiert werden kann.

Auszugssicherung bei Stromzuführungen

Um ein unbeabsichtigtes Ausziehen eines Netzkabels vom Gerät zu verhindern, werden verschiedene Arten von Auszugssicherungen angeboten.

V-Lock Verriegelungssystem für IEC-Gerätestecker Top

V_Lock_Logo  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Das V-Lock Verriegelungssystem kann bei 10 A und 16 A Netzsteckverbindungen nach IEC 60320 integriert werden. Bei diesem System rastet die Steckdose mit einem Nocken in die dafür vorgesehene Öffnung (Notch) im Gerätestecker ein und verhindert so ein unbeabsichtigtes Ausziehen des Netzkabels.

Die Verrastung wird durch Fingerdruck auf den Entriegelungshebel wieder freigegeben. Dieser ist dank seinem leuchtend hellen Gelb gut erkennbar und unterscheidet dieses System von herkömmlichen Netzsteckverbindungen.

V_LOCK_Produktneuheiten

V-Lock-Auszugssicherungssystem verhindert ein unbeabsichtigtes Ausziehen des Netzkabels auf einfache Art

Steckverbindung mit Sicherungsbügel Top

Eine weitere Art von Auszugssicherung sind Sicherungsbügel, welche am Gerätestecker montiert sind und über die Gerätesteckdose gedrückt werden. Abhängig vom Gerätesteckertyp und der Vielzahl von Formen an Gerätesteckdosen, muss hier die richtige Wahl der Bügelform getroffen werden. Mit diesem Bügelsystem wird sichergestellt, dass die Steckdose richtig, d.h. genügend tief, eingesteckt wird und gegen unbeabsichtigtes Ausziehen gesichert ist.

IP-Schutz zum Gerät inklusive Schutz der Stromzuführung Top

Ein spezielles Dichtungskit erhöht den IP-Schutzgrad sowohl ins Gerät wie auch der Steckverbindung. Diese zusätzliche Schutzfunktion erlaubt auch im Betrieb mit eingestecktem Stromkabel einen sicheren Schutz gegen unerwünschtes Eindringen von Feuchtigkeit und Staub. Die Dichtung der Stromzuführung wird mit einer Einlegedichtung um die Steckerstifte in den Gerätestecker bewirkt. Bei gesteckter Kabeldose verhindert die Dichtung, dass Flüssigkeit und Staub an die Steckerstifte und somit an spannungsführende Teile sowie in die Dose gelangt.

Die Gerätestecker mit der eingelegten Dichtung sind von IEC und UL zugelassen. Um sicherzustellen, dass die Gerätesteckdose auch richtig und vollständig eingesteckt ist, und um die Steckverbindung vor einem unbeabsichtigten Ausziehen zusätzlich zu sichern, sollten die Gerätestecker mit einer Auszugssicherung bestückt werden. Nur so kann eine IP-geschützte Verbindung im Betrieb, unabhängig von den Betriebsbedingungen, sichergestellt werden.

6100-3_Sicherungsbügel_mit_Abdichtkit_prov_Katalogbild 5707_Sicherungsbügel_mit_Abdichtkit_Katalogbild

Steckverbindung mit Sicherungsbügel und zusätzlichem Dichtungskit

Thermisch (T- und TA-Linie)

Thermisch (T- und TA-Linie)

Allgemeine Produkt Informationen - Geräteschutzschalter 1.021,53 kB (PDF) 
Überlastschutz durch thermische Geräteschutzschalter CBEs Top

T-Line, Fig1  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 1 Thermischer CBE

T-Line, Fig2  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 2 Kontaktkraft in Funktion der Bimetallausbiegung

1) Verklinkungsmechanismus

2) Sprungmechanismus

Geräteschutzschalter mit thermischer Auslösung (thermische CBEs), Abb. 1, simulieren das elektrothermische Verhalten der zu schützenden Komponenten (Stromleiter in Verdrahtungen, Motoren, Transformatoren etc.) mit einem einfachen, aber raffinierten Teil: dem Thermo Bimetall.

Dieses mechanische Element kann den Wärmeeffekt des Stromes im Leiter simulieren, kann elektrische Energie in eine Bewegung umwandeln (Ausbiegung) und einen Mechanismus auslösen, der den Strom automatisch abschaltet.

Die Verwendung des Bimetalles bietet einen grossen Vorteil, weil nicht der Strom, sondern die durch ihn erzeugte Erwärmung und deren Einwirk-Dauer die zulässige Belastung der Isolation des Leiters bestimmt.

CBEs mit thermischer Auslösung absorbieren, wie der Leiter auch, die beim Einschalten und Hochlaufen von Motoren auftretende Überschuss-Energie. Sie vertragen hohe Einschalt-Stromspitzen, die in Stromversorgungs-Geräten, Transformern, Wolframfadenlampen etc. vorkommen und vermeiden störende Auslösungen, die durch solche Überströme entstehen.

Bei den CBEs der T-Linie werden Auslösemechanismen mit Verklinkung verwendet. Sie gewährleisten daher eine konstante Kontaktkraft bis zur Unterbrechung. Dadurch wird eine einwandfreie elektrische Verbindung bis zum Auslösemoment sichergestellt. Bei Feder- Mechanismen nimmt die Kontaktkraft mit der Ausbiegung des Bimetalles ab. Dies kann zu einer unsauberen Kontaktgabe (electrical noise) und zur Kontakterhitzung resp. Kontaktverschweissung führen (siehe Abb. 2).

Vorteile Top

Die wichtigsten Vorteile thermischer CBEs sind:

• Gute Simulation des thermischen Verhaltens der zu schützenden Komponenten

• Unempfindlich gegen Einschalt-Spitzen

• Eignung in einem grossen Frequenzbereich

• Einfachheit / Zuverlässigkeit

• Vorteilhafter Preis

CBEs mit thermischen Auslösern reagieren auf eine Veränderung der Umgebungstemperatur. Dies ist in den meisten Anwendungen von Vorteil, weil die Belastbarkeit der zu schützenden Komponenten in den meisten Fällen auch von der Umgebungstemperatur abhängig ist. Bei PVC ist die Übereinstimmung sehr gut. Bei anderen Isolier- Materialien ist die Abweichung grösser, aber die Tendenz existiert prinzipiell in allen Anwendungen, bei denen die Schutzvorrichtung und zu schützende Komponente in der praktisch gleichen Umgebungstemperatur arbeiten. Thermische CBEs können bis zu einem gewissen Punkt auf spezielle Anforderungen betreffend der Belastbarkeit des zu schützenden Objektes angepasst werden.

Ihre Verzögerungszeit kann auf verschiedene Arten beeinflusst werden. Beispielsweise, indem eine andere Methode zum Erhitzen des Bimetalles angewandt wird (Abb. 3 illustriert zwei Methoden). Die am meisten angewandte Methode ist diejenige der direkten Beheizung des Bimetall-Streifens durch die internen Verluste, die der Strom im Bimetall verursacht (Beispiel A). Falls diese Verluste nicht gross genug sind um genügend Wärme und die nötige Ausbiegung zu erzeugen, wird eine Heizwicklung um den Bimetall-Streifen gewickelt, welche die gewünschte Hitze erzeugt (B). Die Wärme muss dabei durch eine Isolation fliessen bevor sie das Bimetall erreichen und aufheizen kann. Die zeitlich verzögerte Erwärmung führt zu einer Veränderung (Verlängerung) der Auslösezeit. Abb. 4 zeigt die typische Auslösezone von thermischen CBEs. Diese verändert sich mit der Umgebungstemperatur in einer ähnlichen Art und Weise wie die Kennlinie eines PVC-isolierten Leiters (Abb. 5). Die Möglichkeiten können durch Einsatz eines Nebenanschlusses noch erweitert werden, wie in Abb. 6 gezeigt. Der Nebenanschluss erlaubt eine vom thermisch geschützten Hauptpfad unabhängige Stromentnahme.

T-Line, Fig3  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 3a Simulation durch Bimetalle (direkt beheizt)

T-Line, Fig3  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 3b Simulation durch Bimetalle (indirekt beheizt)

T-Line, Fig4  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 4 typische Auslösezone

T-Line, Fig5  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 5 Schutzbereich

T-Line, Fig6  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 6a Anschluss-Möglichkeiten - Normal Ausführung

T-Line, Fig6  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 6b Anschluss-Möglichkeiten - Nebenanschluss

Überstromschutz Top

Allgemeine Informationen Geräteschutzschalter

TA45, Fig1  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 1 Thermischer CBE

T-Line, Fig2  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 2 Kontaktkraft in Funktion der Bimetallausbiegung

1) Verklinkungsmechanismus

2) Sprungmechanismus

Geräteschutzschalter, kurz «CBEs» genannt, sind dazu bestimmt, Schutz vor den Gefahren der Elektrizität in Maschinen und Geräten zu gewährleisten. Für die TA45 Linie beinhaltet der Begriff «Schutz» sowohl den Schutz vor den schädlichen thermischen Auswirkungen von Überströmen als auch den Schutz vor Unfällen, die auf unerwartete Wirkungen der Elektrizität zurückzuführen sind.

Überstromschutz wird erreicht durch die automatische Unterbrechung eines längere Zeit anhaltenden Überstromes mittels eines thermischen Auslösers, der die Abschaltung bewirkt, wenn die Dauer des Überstromes den zulässigen Wert übersteigt. Der wesentliche Teil dieses Auslösers ist ein Thermobimetall (Abb. 1, Abb. 6a).

Dieses mechanische Element kann den Wärmeeffekt des Stromes im Leiter simulieren, kann elektrische Energie in eine Bewegung umwandeln (Ausbiegung) und einen Mechanismus auslösen, der den Strom automatisch abschaltet.

Die Verwendung des Bimetalles bietet einen grossen Vorteil, weil nicht der Strom selbst, sondern die durch ihn erzeugte Erwärmung und deren Einwirk-Dauer die zulässige Belastung der Isolation des Leiters bestimmen.

CBEs mit thermischer Auslösung absorbieren, wie der Leiter auch, die beim Einschalten und Hochlaufen von Motoren auftretende Überschuss-Energie. Sie vertragen hohe Einschalt-Stromspitzen, die in Stromversorgungs-Geräten, Transformatoren, Wolframfadenlampen etc. auftreten, und vermeiden störende Auslösungen, die durch solche Überströme entstehen.

Bimetalle vertragen auch Frequenzen in einem ziemlich grossen Bereich, z.B. von DC zu 400 Hz, ohne dass Änderungen der Nennwerte oder Charakteristika notwendig werden.

Die CBEs der TA45 Linie verwenden Auslösemechanismen mit Verklinkung. Sie gewährleisten daher eine konstante Kontaktkraft bis zur Unterbrechung. Dadurch wird eine einwandfreie elektrische Verbindung bis zum Auslösemoment sichergestellt. Bei Feder-Mechanismen nimmt die Kontaktkraft mit der Ausbiegung des Bimetalles ab. Dies kann zu einer unsauberen Kontaktgabe (Rauschen) und zur Kontakterhitzung resp. Kontaktverschweissung führen (Abb. 2).

CBEs mit thermischen Auslösern reagieren auf eine Veränderung der Umgebungstemperatur. Dies ist in den meisten Anwendungen von Vorteil, weil die Belastbarkeit der zu schützenden Komponenten in den meisten Fällen auch von der Umgebungstemperatur abhängig ist.

Überlastschutz durch Thermo-magnetische Geräteschutzschalter Top

Thermo-magnetische Geräteschutzschalter haben zwei Auslöser, um einen Überstrom automatisch zu unterbrechen (Abb. 7).

1) Ein Thermo-Bimetall für Überstrom

2) Ein Elektromagnet für Kurzschluss-Strom

Folglich setzt sich auch die Auslösekennlinie vor allem aus 2 Zonen zusammen, die durch eine dritte Zone verbunden sind, in der entweder die eine oder die andere Art der Auslösung wirksam werden kann (Abb. 8).

Der Elektromagnet sollte so dimensioniert sein, dass er nicht bei Anlaufströmen, wie sie in der beabsichtigten Anwendung vorkommen, auslöst. Dies bestimmt den zulässigen Strom unter welchem eine sofortige Auslösung nicht vorkommen sollte.

Der obere Wert des Stromes bei dem eine sofortige Auslösung erfolgen soll, ist vor allem für die Gewährleistung eines selektiven Schutzes von Bedeutung.

Bei Kurzschluss-Strömen (oberhalb 8...12 x In), ist die schnellere Auslösung, die mit den magnetischen Auslösern erzielt wird, von Vorteil. Sie kann die Heizwicklung von indirekt beheizten Bimetallen vor Überhitzung bewahren und auch die Abschaltleistung des CBE verbessern. Die Geräteschutzschalter, die vor allem für Überstromschutz konzipiert sind, können meist ohne back-up Unterstützung Ströme von 100 bis 300 Ampère unterbrechen, ohne dabei Schaden zu nehmen. Das Verhalten bei höheren Kurzschluss-Strömen ist vom back-up Schutz mit Sicherungen abhängig.

T-Line, Fig7  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 7 Thermisch-magnetischer Geräteschutzschalter

1) Thermo-Bimetall

2) Elektromagnet

T-Line, Fig8  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 8 Auslösezonen thermisch-magnetischer CBEs

1) Thermische Auslösung

2) Magnetische Auslösung

3) Thermische oder magnetische Auslösung

Unfallverhütung Top

Die Verhinderung elektrisch bedingter Unfälle kann auf verschiedene Arten erreicht werden. Um Personen vor den Risiken zu schützen, die mit einem völlig unerwarteten Anlauf elektrisch betriebener Geräte verbunden sein können, setzt man Unterspannungs-Auslöser ein. Diese Auslöser bewirken eine sofortige Abschaltung des Gerätes, wenn die Spannung unter einen bestimmten Schwellwert sinkt. Das tritt z.B. bei einem kurzzeitigen Netzausfall ein. Wenn die Netzspannung wieder zur Verfügung steht, würde ein ungeschütztes Gerät anlaufen, weil es eingeschaltet blieb. Das geschützte Gerät hingegen wurde und bleibt ausgeschaltet, bis eine manuelle Einschaltung erfolgt.

TA45, Fig3  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 3 Unterspannungs-Auslösung

TA45,Fig4  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 4 Mechanische Schaltsperre

Beim TA45 können Überstrom- und Unterspannungsauslöser kombiniert werden. Der dabei verwendete Unterspannungsauslöser ist eine spezielle Ausführung, wie in Abb. 3 gezeigt. Sie unterscheidet sich von konventionellen U-Auslösern dadurch, dass eine zusätzliche Verklinkung verwendet wird, die es gestattet, die erforderliche Auslösekraft erheblich zu reduzieren. Der Auslöser kann daher mit geringerer Leistung betrieben werden und gleichgerichteten Wechselstrom verwenden. Brummgeräusche, wie sie bei konventionellen U-Auslösern in der EIN-Stellung häufig entstehen, werden dadurch vermieden. Abb. 6b zeigt das zugehörige Schaltschema.

Typische Beispiele für Anwendungen von U-Auslösern sind schwere Bodenreinigungsgeräte, Hochdruckreiniger etc.

Um Verletzungen zu vermeiden, die beim Fehlen einer Schutzabdeckung zugefügt werden können, kann die Grundausführung des TA45 durch eine mechanische Schaltsperre ergänzt werden. Ein unter Federspannung stehender Auslösestift bewirkt eine sofortige Auslösung, sobald die Schutzabdeckung für gefährliche Teile, z.B. von Messern eines Häckslers, entfernt wird. Der Schutzschalter kann nicht wieder eingeschaltet werden, solange die Schutzabdeckung nicht auf ihrem vorgesehenen Platz ist. Abb. 4 zeigt das Funktionsprinzip, Abb. 6c das zugehörige Schaltschema.

Ein Schutz kann auch erforderlich werden, falls an einem abgelegenen Ort eine gefährliche Situation entsteht, welche eskalieren könnte, falls der CBE eingeschaltet bleibt. Um solch ein Risiko zu vermeiden, kann der TA45 mit einem Fernauslöser ausgestattet werden. Mit Hilfe dieses anbaubaren Fernauslösers kann der TA45 durch einen Sensor am gefährdeten Ort ausgelöst werden.

Das Funktionsprinzip wird in Abb. 5 erläutert, das Schaltschema ist aus Fig. 6d ersichtlich.

TA45, Fig5  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Abb. 5 Fernauslösung

Die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten zeigt die Übersicht der Schaltschemata (Abb. 6).

TA45, Fig6  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

• Abb. 6a zeigt die Grundausführung des TA45 mit einem geschützten Pol. Der CBE ist auf Wunsch auch mit zwei geschützten Polen erhältlich. Diese Ausführung bietet Vorteile bei einem allfälligen Erdschluss.

• Abb. 6e zeigt ein erweitertes Schema mit einem Nebenanschluss (P1-5) und einem Hilfskontakt (Wechsler).

• Die Schemata für CBEs mit Unterspannungs-Auslösern, Fernauslösern und der Schaltsperre werden in Abb. 6b, d und c gezeigt.

Geräteschutzschalter der TA45 Linie sind mit Wippen- oder Drucktastenbetätigung lieferbar und mit diversen Schutzabdeckungen, um den verschiedenartigsten Bedürfnissen gerecht zu werden.

Vorteile Top

Die Stärken der TA45 Linie:

• Thermischer Überstromschutz

• Unterspannungsauslösung

• Fernauslösung

• Mechanische Schaltsperre

• 3polige Ausführung

• 2 Betätigungsarten

• Hilfskontakt

• Nebenanschluss

Vorteilhafte Eigenschaften:

• Gute Simulation des thermischen Verhaltens der zu schützenden Komponenten

• Unempfindlichkeit gegen Einschalt-Spitzen

• Eignung für einen grossen Frequenzbereich

• Einfachheit / Zuverlässigkeit

• Vorteilhafter Preis

• Approbationen

EMV-Netzfilter

Frequenzbereich von 0.01 MHz … 1000 MHz

Allgemeine Technische Daten Top

Die Elektro-Magnetische Verträglichkeit (EMV) ist die Fähigkeit einer elektrischen Einrichtung - Anlage, Gerät, Baugruppe - in ihrer elektromagnetischen Umgebung zufriedenstellend zu funktionieren (Immunität), ohne diese Umgebung unzulässig zu beeinflussen (Emission). Zum Schutz von elektronischen Schaltungen, Geräten und Apparaten vor transienten Spannungsspitzen oder ähnlichen Störungen auf dem Starkstromnetz werden Netzfilter in verschiedenen Ausführungen verwendet. Je nach Gerät und dessen elektromagnetischen Umweltbedingungen kann ein passendes Filter aus dem bestehenden Angebot ausgewählt werden.

Von der Anwendung her können solche Störer in vier verschiedene Kategorien eingeteilt werden:

A) Netzschwankungen auf Industrienetzen
(Magnetische Konstanthalter)
B) Oberwellen-Störungen im Frequenzgebiet 100 Hz ... 2 kHz
(Filtertyp → Selektives Oberwellenfilter)
C) Transiente Störsignale im Frequenzgebiet bis 300 MHz
(Filtertyp → Tiefpassfilter)
D) Sinus-Störsignale im Frequenzgebiet bis 1 GHz
(Filtertyp → Tiefpassfilter breitbandig)

In der Praxis sind hauptsächlich Störer der letzten beiden Kategorien C und D anzutreffen. Dem Starkstromnetz überlagert, können solche Störvorgänge elektronische Schaltungen in ihrer Funktion beeinflussen oder sie gar zerstören. Ein optimal dimensioniertes Netzfilter kann durchwegs eine Doppelfunktion erfüllen:

Netzfilter Bild 1  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Funktion 1

Das Filter schützt eine elektronische Steuerung vor Spannungsspitzen auf der Netzleitung, die z.B. durch einen elektromagnetischen Schaltvorgang erzeugt werden.

Funktion 2

Gleichzeitig wirkt dasselbe Filter in entgegengesetzter Richtung. Die durch Thyristorsteuerung im Gerät erzeugte HF-Störung wird so weit gedämpft, dass die Grenzwerte der Klasse B (EN 55011/22) eingehalten werden können.

Filter setzen sich in der Regel aus Kondensatoren und Drosselspulen zusammen. Zusätzlich werden Bauteile wie Ableitwiderstand, Überspannungsableiter und UKW-Drossel im Filter integriert. Breitbandfilter, die höchste Ansprüche erfüllen, setzen sich häufig aus 3 Stufen zu einer Filtereinheit zusammen.

Ableitstrom

Der Ableitstrom eines Gerätes ist vor allem durch den Kapazitätswert des Y-Kondensators bestimmt.

Nach internationalen Normen (IEC 60335-1) sind folgende Regelungen in Bezug auf Ableitstrom festgehalten:

Geräteart

Schutzklasse

IL max. [mA]

U[V]

f[Hz]

Ortsveränderliche Geräte

I

0.75

250

50

Ortsfeste Geräte *

I

3.5

250

50

Ortsfeste Wärmegeräte

I

0.75/kW (max. 5.0)

250

50

Geräte

II

0.25

250

50

Geräte

I, 0I, III

0.5

250

50

* Ortsfestes Gerät fest montiert oder Gewicht grösser als 18 kg (ohne Traggriff)

Ref.

Labor

Medizin

Informatik

Messtechnik

UL

0.5 mA

(UL 61010-1)

0.1 mA

(UL 60601-1)

3.5 mA

(UL 60950)

5.0 mA

(UL 61010-1)

IEC

-

0.1 mA

(IEC 60601-1)

3.5 mA

(IEC 60950)

3.5 mA

(IEC 61010-1)

Bemessungsspannung UR (Umax)

Die Bemessungsspannung (Rated voltage) ist die höchste (RMS) effektive Betriebsspannung zwischen zwei Phasen (Umax) bei Bemessungsfrequenz, die dauernd bei Temperaturen zwischen der unteren Kategorietemperatur und der Bemessungstemperatur am Filter anliegen darf. Die Bemessungsspannung ist die Nennspannung einschliesslich Toleranz (10%).

Beispiel:

Ein Filter mit UR = 440 VAC ist vorgesehen für eine Netz-Nennspannung von 400 VAC +10%.

Bei Standard-Dreiphasenfiltern darf die Spannung zwischen Phase und Erde (UR/√3) sein (zum Beispiel 440/250 VAC).

Filter für IT-System lassen zwischen Phase und Erde die gleiche Bemessungsspannung zu wie zwischen 2 Phasen.

SCHURTER-Filter für IT-Netze sind am Ende des Codes mit einem „I“ bezeichnet (z.B. FMAC-0932-2512I).

Die Betriebsfrequenz fN (50/60 Hz) darf unter gewissen Bedingungen überschritten werden. Bei Netzfrequenzüberschreitungen empfehlen wir Rücksprache mit SCHURTER zu nehmen.

Systeme der elektrischen Energieversorgung

Nach IEC 60950 (1.2.12) unterscheidet man drei Systeme der elektrischen Energieversorgung: TN, TT, IT.

TN-SYSTEM: System der elektrischen Energieversorgung, in welchem ein Punkt direkt geerdet ist; die Körper im System sind mit diesem Punkt über Schutzleiter verbunden. Je nach Anordnung der Neutralleiter und der Schutzleiter sind drei Arten von TN-Systemen zu unterscheiden: TN-S, TN-C-S, TN-C.

Beispiel eines TN-C-S Systems

Filterparameter Beispiel TN-CS System

Im TN-C-S-System ist der Neutralleiter und der Schutzleiter in einem Teil des Systems zu einem einzigen Leiter zusammengefasst.

Beispiel eines TT Systems

Filterparameter Beispiel TT System

Das TT-System ist ein System der elektrischen Energieversorgung, in welchem ein Punkt des Nullleiters direkt geerdet ist. Die Körper im System (exponierte, leitende Teile) sind mit Erden verbunden, welche von der Erdung des Systems elektrisch unabhängig sind.

Beispiel eines IT Systems

Filterparameter Beispiel IT System

IT-SYSTEM: Ein System der elektrischen Energieversorgung ohne direkte Verbindung mit der Erdung, bei dem die Körper im System geerdet sind. In diesem Fall kann die Spannung zwischen Phasen und Erde gleich der Spannung zwischen Phase-Phase sein.

Nennstrom (Bemessungsstrom) IN

Bei den technischen Daten ist der Dauerbetriebsstrom bei entsprechender Umgebungstemperatur in IN/Tu festgehalten.

Im SCHURTER-Programm wird generell zwischen zwei Filter-Bauarten unterschieden:

-Hochstromfilter: Tu bei IN = 40°C
Tumax = 100°C
-Alle anderen Filter: Tu bei IN = 40°C
Tumax = 85°C

Der zulässige Betriebsstrom bei erhöhter Umgebungstemperatur kann somit aus folgendem Diagramm abgelesen resp. berechnet werden.

Zulässiger Nennstrom (im Quadrat) als Funktion der Temperatur

Bis zur zugelassenen nominellen Umgebungstemperatur Tu kann das Filter dauernd mit seinem Nennstrom betrieben werden. Ab dieser Temperatur nimmt der Nennstrom im Quadrat linear ab und erreicht seinen Nullpunkt bei Tumax (85 bzw. 100 °C).

Derating-Kurve (angenähert)

Netzfilter Derating Kurve angenähert  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Formel

zulässiger Nennstrom

I = zulässiger Strom bei erhöhter Umgebungstemperatur
In = Nennstrom
Tmax = maximal zulässige Umgebungstemperatur Tu (85 °C)
Tu = Umgebungstemperatur
Tn = Zulässige Umgebungstemperatur bei Nennstrom (40 °C)

Ableitstrom

Für Filter gelten dieselben Anforderungen wie für Funkentstördrosseln, (siehe auch Funkentstörkondensatoren allgemein).

Messmethodik Top

1-Phasen-Messmethode

Messung des Ableitstromes.

Man misst dem Ableitstrom von jedem Pol des Netzes :

- zu allen zugänglichen Metallteilen
- zu Metallteilen von Geräten der Schutzklasse ll, welche von unter
Spannung stehenden Teilen nur durch Basismaterial getrennt

Die Prüfung wird mit Wechselspannung (250 V/50 Hz) vorgenommen (siehe Zeichnung).

Netzfilter 1-Phasen Messmethode  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Schutzklasse l

Geräte sind zum Schutz gegen elektrischen Schlag mit einem speziellen Schutzleiter versehen (3-Draht-Kabel). SCHURTER-Filter entsprechen der Schutzklasse I.

Einfügungsdämpfung gem. CISPR 17 (asymmetrisch und symmetrisch)

Asymmetrische Messung

CISPR_17_Asymmetrisch_Alternate  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Bei der asymmetrischen Messung werden Phase und Nullleiter zusammen gegenüber Erde gemessen.

Phase (L) und Nullleiter (N) werden gegenüber Erde (E) gemessen.

Symmetrische Messung

CISPR_17_Symmetrisch  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Bei der symmetrischen Messung wird mit einem Symmetriertrafo die Einfügungsdämpfung von Phase zu Nullleiter gemessen, der Schutzleiter wird nicht verwendet.

Vierpol mit integrierten Symmetriertrafos zur Messung der Einfügungsdämpfung im symmetrischen Fall.

Messmethode

Die Einfügungsdämpfung D ist als diejenige Dämpfung definiert, die entsteht, wenn in einer bestehenden Anordnung mit dem Wellenwiderstand Z ein Vierpol eingefügt wird. Unter der Voraussetzung, dass der linksseitige und der rechtsseitige Abschlusswiderstand des Vierpols gleich gross und reell ist, entsprechen Einfügungsdämpfung und Betriebsdämpfung einander.

Die Einfügungsdämpfung in Dezibel errechnet sich:

Einfügungsdämpfung in Dezibel

Einfügungsdämpfung „Alternative Test Methode“

Asymmetrische Messung

CISPR_17_Asymmetrisch_Alternate  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Symmetrische Messung

Symmetrisch_Alternate  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Die alternative Testmethode erlaubt die Bestimmung der Einfügungsdämpfung bis in den GHz Frequenzbereich, wogegen nach CISPR 17 Frequenzen über 30 MHz nicht abgedeckt sind. Die Methode bestimmt die Einfügungsdämpfung mit einer Durchgangsmessung (asymmetrisch) und einer Übersprechmessung (symmetrisch). Dabei wird bei der symmetrischen Messung die Dämpfung zwischen Polleiter-Eingang und Neutralleiter-Ausgang bestimmt (kreuzweise). Die Resultate der symmetrischen Messung der alternativen Methode sind nicht direkt vergleichbar zu denen der herkömmlichen Messung gem. CISPR 17.

Spannungsprüfung an Störschutzfiltern nach IEC 60939-2 Top

Nennspannung

Zwischen den Anschlüssen

Innere und äussere Isolation

   

C*≤ 1 μF

C*> 1 μF

150 ≤ UN ≤ 250 VAC

4.3 UN VDC

1500 VAC oder 2250 VDC

4.3 UN VDC

250 ≤ UN ≤ 500 VAC

4.3 UN VDC

2 kVAC oder 3 kVDC

4.3 UN VDC

500 ≤ UN ≤ 760 VAC

4.3 UN VDC

3 kVAC oder 4 kVDC

4.3 UN VDC

*) C ist die bei 50 Hz gemessene Kapazität zwischen den Anschlüssen.

Bemessungspannung

zwischen den Anschlüssen

zwischen den Anschlüssen und Gehäuse

UN ≤ 250 VAC

1250 VAC oder 1768 VDC

1500 VAC oder 2121 VDC

UL 1283 schreibt eine kleinere Produktions-Prüfspannung vor.

In Anlehnung an die genannten Standards IEC, EN, VDE und UL werden Filter wie nachfolgend getestet:  Im Prinzip sind die Tests vergleichbar mit denjeningen der Funkentstörkondensatoren.

Prüfdauer

- 2 sec für die Produktionsendprüfung

- 60 sec für die Typenprüfung

Die Produktionsendprüfung mit 2 sec darf max. 1 mal wiederholt werden z.B. als Wareneingangsprüfung. Ein Filter, das 60 sec geprüft wurde, kann vorgeschädigt sein und darf nicht mehr in Betrieb genommen werden (Lebensdauer).

Filter mit Ableitwiderstand (inkl. Medizinfilter) werden mit einer reduzierten Spannung von 500 VDC getestet (gemäss IEC 60939-2).

Klimakategorie (IEC 60068-1) Top

Der Zweck dieser Norm ist, die Grundlage für die Einteilung elektrischer Bauelemente der Nachrichtentechnik nach Anwendungsklassen entsprechend ihrer klimatischen und mechanischen Einsatzfähigkeit zu schaffen.

Beispiel:

Netzfilter Klimakategorie

* relative Luftfeuchtigkeit

MTBF Top

Die hohe Zuverlässigkeit der Filter kann aus den MTBF (Mean Time Between Failures) Werten entnommen werden. Diese Werte sind nach MIL-HB-217 F class GB bei einer Nenntemperatur von 40 °C bei Nennstrom und -spannung berechnet.

3-Stufen-Filter Top

Netzfilter 3-Stufen-Filter  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Stufe 1

Symmetrisch wirkendes Filter mit hoher Energieabsorption. Ableitwiderstand in der Regel bei Kapazitätswerten > 0.1 μF. Die Kondensatoren sind als sogenannte Störschutzkondensatoren der Klasse X geprüft und zugelassen. Die 1. Stufe dient als dI/dt- Begrenzung.

Stufe 2

Asymmetrisch wirkendes Filter mit hohem, breitbandigem Dämpfungsverhalten. Als Überspannungsschutzelement dient ein ZNRVaristor. Die Kondensatoren zur Erde sind als sogenannte Störschutzkondensatoren der Klasse Y geprüft und zugelassen.

Stufe 3

Asymmetrisch wie auch symmetrisch wirksames Filter im HF-Bereich bis 300 MHz. Durchführungsfilter erlauben hohe Dämpfungswerte bis in den Gigaherz-Bereich. Auch diese Kondensatoren entsprechen der Klasse Y. SCHURTER verwendet in allen Filtern nach IEC 60384-14 zugelassene Störschutzkondensatoren (MKP, MKT).

Einbau von Filtern Top

In der Praxis hat sich der Einbau von Netzentstörfiltern nach drei verschiedenen Arten durchgesetzt:

Sammelentstörung

Netzfilter Sammelentstörung  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Beim Prinzip der Sammelentstörung kommt man mit einem Filter pro Anlage aus. Dieses muss jedoch den gesamten Strom verarbeiten. Zusätzlich müssen alle Verbindungsleitungen abgeschirmt verlegt werden. Eine wirtschaftlichere Lösung könnte also das nächste Beispiel aufzeichnen.

Einzelentstörung

Netzfilter Einzelentstörung  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Das Prinzip der Einzelentstörung wird in vielen Fällen die wirtschaftlichste Lösung sein.

Kombination der beiden Methoden

Von der technischen Seite betrachtet, kann nur die Kombination der beiden Entstörarten eine wesentliche Verbesserung bringen.

Ausbreitung von Störungen Top

Als Übertragungsmedium interessiert uns für den Bereich Störschutz- resp. Funkentstörfilter vor allem die galvanische Kopplung, also die Verbindungsleitungen. Die Strahlungskopplung ist aus der Sicht der Elektro-Magnetischen Verträglichkeit (EMV) ebenso von Interesse; sie kann jedoch an dieser Stelle nicht behandelt werden.

Ausbreitung von Störungen

Netzfilter Ausbreitung von Störungen  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Im Gehäuse-Innenraum wirken sich vor allem die kapazitiven resp. induktiven Kopplungen aus. Dies könnten sein:

- kapazitive Kopplung durch Koppelkapazität eines Netztransformators
- induktive Kopplung durch parallel geführte Steuerleitungen

In der Einleitung wurde die Möglichkeit der Doppelfunktion eines Netzfilters kurz erwähnt. Je nach Haupteinsatzgebiet bezeichnet man ein solches Filter als FUNKENTSTÖR- resp. als STÖRSCHUTZFILTER.

Dasselbe Filter kann also unter 2 Begriffen in der Fachliteratur erscheinen. In der Praxis wird ein Filter nebst seinen elektrischen Daten auch durch die mechanische Einbaurichtung klassifiziert.

FUNKENTSTÖRFILTER verhindern das Ausbreiten von in einem Gerät generierten Störungen ins Speisenetz. Sie garantieren den störfreien Rundfunkempfang auch in nächster Umgebung.

STÖRSCHUTZFILTER verhindern das Eindringen von Netzstörungen in ein elektronisches Gerät. Sie erlauben einen störfreien Betrieb auch an einem von Netzstörungen verseuchten Speisenetz.

Es ist durchaus üblich, dasselbe Netzfilter im gleichen Gerät in beiden Richtungen einzusetzen. Dabei erfüllt es seine Doppelfunktion als Störschutz wie als Funkentstörfilter entsprechend den gestellten Anforderungen.

Asymmetrische und symmetrische Störung Top

In der Filtertechnik unterscheidet man zwischen asymmetrischen und symmetrischen leitungsgebundenen Störungen.

Netzfilter assymmetr. und symmetr. Störung  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Bei einer erdfreien Störquelle breiten sich zunächst nur Störungen längs der angeschlossenen Leitungen aus. Gleich dem Netzwechselstrom fliesst auf dem einen Leiter der Störstrom zum Verbraucher hin, auf der anderen Seite zurück zur Störquelle. Die beiden Ströme befinden sich im Gegentakt. Diese Störart wird deshalb als Gegentaktstörung (differential mode) oder symmetrische Störung bezeichnet.

Durch mechanisch bedingte Anordnungen und deren Parasitärkapazitäten werden jedoch auch Störströme im Erdkreis generiert. Dieser Störstrom fliesst auf beiden Anschlussleitungen zum Verbraucher hin und über Erdleitungen zurück zur Störquelle. Die beiden Ströme auf den Anschlussleitungen befinden sich im Gleichtakt. Die Störung wird deshalb als Gleichtaktstörung (common mode) oder asymmetrische Störung bezeichnet.

Filter Klassifizierung Top

Um die Wahl der Filter zu vereinfachen, hat SCHURTER folgende Einteilungen definiert:

Dämpfungswerte

Standard

Mittel

Hoch

Sehr hoch

20-50 dB

40-70 dB

60-80 dB

70-95 dB

Betriebsableitstromwerte

Medizin-Anw.

Standard-Anw.

Industrie-Anw.

Andere

<0.1 mA

<0.5 mA

<5 mA

>5 mA

Medizinal-Filter

SCHURTER Medizinal-Filter erfüllen die Normanforderung nach UL 60601-1 und IEC 60601-1 und werden in zwei verschiedenen Varianten angeboten, wobei sie sich durch die Ableitströme unterscheiden.

Medizinal Filter (M5)

Netzfilter Medical Filter (M5)  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

1) Netz

2) Last

Medizinal Filter (M80)

Netzfilter Medical Filter (M80)  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

1) Netz

2) Last

SCHURTER bietet Medizinal-Filter standardmässig mit einem Ableitstrom <5 μA an (M5). Dies kann nur ohne CY realisiert werden. Dadurch werden die unsymmetrischen Störungen gegen Erde nicht gedämpft und der Filter wirkt nur noch gegen symmetrische Störungen. Zudem ist es hier möglich, ein Inlet der Schutzklasse II zu verwenden, da hier keine Erdverbindung vorhanden ist. Ist diese Erdverbindung jedoch gewünscht, so kann der Typ (M80) zum Einsatz kommen, der mit einem Ableitstrom von <80 μA unterhalb des geforderten Grenzwertes von 0.1 mA liegt. Der Typ (M80) wird auf Anfrage hergestellt.

Ableitwiderstand

Medizinal-Filter und Filter mit einem X-Kondensator >100nF haben einen Ableitwiderstand, damit an den berührbaren Kontakten keine unzulässige Restspannung auftritt.

Drosseln

Funkentstördrossel nach IEC 60938 Top

Alle SCHURTER-Filter werden mit Drosseln bestückt, welche den Richtlinien der internationalen und nationalen Normstellen genügen.

Wichtigste Prüfdaten an Funkentstördrosseln sind:

Grenzabweichung

der Induktivität: –30% / +50% für kompensierte –15% / +15% für linear und speicherdrosseln
Messfrequenz: 1MHz ± 20% für L ≤ 10 μH
100kHz ± 20% für 10 μH < L ≤ 1 mH
10kHz ± 20% für 1 mH < L ≤ 50 mH
50 bis 120 Hz ± 20% für L > 50 mH
Messstrom: 0.1 mA
Messtemperatur: 25°C ± 3°C

Isolationswiderstand Ris: 6000 MΩ

Drossel für

Zwischen den Anschlüssen

Innere und äussere Isolation

Wechselspannung

4.3 UN

2 UN + 1500 VAC, jedoch mindestens 2000 VAC

Gleichspannung

3 UN

2 UN + 1500 VDC

Max. Erwärmung bei Nennstrom: ΔT = 60°C

Kurzschlussfestigkeit:

EN und VDE: entfällt
SEV→: 25 x IN (2 Halbwellen)
Stromkompensierte Drosseln im Störschutzfilter Top

Netzfilter Funkentstördrosseln Var. 2  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

In der Störschutzfiltertechnik wird meistens die stromkompensierte Drossel verwendet. Dabei werden vor allem die asymmetrischen Störungen gedämpft. Die symmetrischen Störströme resp. die von ihnen hervorgerufenen magnetischen Flüsse im Kern werden durch die spezielle Wickelart kompensiert. Die relative geringe Dämpfung der symmetrischen Störströme kann durch grosse, symmetrisch geschaltete Kapazitäten Cx zwischen den Leitungen ausgeglichen werden. Als Induktivität ist dann lediglich die Streuinduktivität Ls der Drossel massgebend.

Streuinduktivität LS (Drossel)

Die hohe, für asymmetrische Störströme wirksame Nenninduktivität LN erlaubt in einer Filterschaltung den Einsatz von kleinen, gegen Masse geschalteten Kapazitätswerten CY. Diese Kondensatorwerte sind durch festgesetzte internationale Normen bezüglich des Ableitstromes gegeben.

Funkentstörkondensatoren allgemein Top

Alle SCHURTER-Filter sind mit Funkentstörkondensatoren der Klasse X resp. Y nach Bestimmungen internationaler Standards (IEC, EN) bestückt. In der Regel sind es selbstheilende metallisierte Papier-, Polyester- oder Polypropylen-Kondensatoren, nach Normen der wichtigsten Länder der Welt geprüft und als Störschutzkondensatoren zugelassen.

X-Kondensatoren sind Kondensatoren unbegrenzter Kapazität für Anwendungen, bei denen ihr Ausfall durch Kurzschluss nicht zu einem gefährlichen elektrischen Schlag führen kann.

Y-Kondensatoren sind Kondensatoren für eine Betriebsspannung von Ueff = 250 V mit erhöhter elektrischer und mechanischer Sicherheit und begrenzter Kapazität.

Funkentstörkondensator nach IEC 60384-14 Top

Alle SCHURTER-Filter sind mit geprüften und als Störschutzkondensatoren zugelassenen Bauelementen versehen.

Wichtigste Prüfdaten an Störschutzkondensatoren sind:

Kapazität CX, CY ± 20% für fM = 1 kHz

Isolationswiderstand Ris zwischen den Kondensatoranschlüssen:

für C > 0.33 μF: Ris x C > 2000 s (Zeitkonstante τ)

für C ≤ 0.33 μF: Ris> 6000 MOhm

Land

Standard

C

Spannungsfestigkeit

Impulspr. 1.2/50 μs

Europa

IEC 60384-14

X1

4.3 UN (VAC)

4.0 kV

   

X2

4.3 UN (VAC)

2.5 kV

   

Y1

4.0 kV (VAC)

8.0 kV

   

Y2

2.5 kV (VAC)

5.0 kV

 

IEC 60950

X1

2700 VDC, 60s

4.0 kV

 

(Gerätenorm)

X2

2121 VDC, 60s

2.5 kV

         

USA

UL 1414

 

2121 VDC, 60s

50 Pulse,

10 kV

1000 Ω

 

UL 1283

 

2121 VDC, 60s

2545 VDC, 1s

-

         

Schweiz

SEV 1055

X

4.3 UN (VAC)

3.0 kV

   

Y

2(100 + 2 UN)

min. 2250 V (VAC)

5.0 kV

X2Y® - Filter Top

X2Y® Filter vereinen die X- und Y-Kondensatoren in eine Komponente, welche grossflächig mit dem Filterbecher kontaktiert ist. Dadurch entstehen kürzeste Kondensatorenanschlüsse, was die parasitären induktiven Impedanzen auf ein Minimum reduziert. Das Resultat ist eine breitbandige Dämpfung bis in den höchsten Frequenzbereich.

EMV-Anforderungen im Euro-Raum

Haushalt, Lichttechnik und Telecom

Wohnbereich, Geschäfts- und Gewerbebereiche sowie Kleinbetriebe

Industriebereich

(ISM) Industrielle, wissenschaftliche und medizinische

Hochfrequenzgeräte

Emission

– IEC 61000-6-3 (EN 50081-1)

Emission

– IEC 61000-6-4 (EN 50081-2)

– EN 55022 für ITE (Informationstechnische Einrichtungen Telecom)

– EN 55014 für Elektrowerkzeuge und Elektrowärmegeräte

– Oberschwingungen (IEC 61000-3-2)

– Spannungsschwankungen (IEC 61000-3-3)

– EN 55011

– Oberschwingungen (IEC 61000-3-2)

– Spannungsschwingungen (IEC 61000-3-3)

Immunität

– IEC 61000-6-1 (EN 50082-1)

– IEC 61000-4-2 ESD

– IEC 61000-4-3 HF-Feld

– IEC 61000-4-4 Burst

– IEC 61000-4-5 Surge

Immunität

– IEC 61000-6-2 (EN 50082-2)

– IEC 61000-4-2 ESD

– IEC 61000-4-3 HF-Feld (Gehäuse)

– IEC 61000-4-6 HF-Feld (Leitungen)

– IEC 61000-4-4 Burst

– IEC 61000-4-5 Surge

– IEC 61000-4-8 NF Magnetfeld (nur für Geräte, welche empfindlich gegen Magnetfelder sind).

Elektrische Sicherheitsvorschriften Top

Im Folgenden werden die wichtigsten Sicherheitsnormen für Geräte und Anlagen aufgezählt:

IEC 60950 Sicherheit von Einrichtungen der Informationstechnik, einschliesslich elektrischer Büromaschinen
IEC 60335 Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke
IEC 61010-1 Sicherheitsbestimmungen für elektronische Messgeräte
IEC 60601 Sicherheitsanforderungen an medizinische elektrische Geräte
UL 60950 Sicherheit von Einrichtungen der Informationstechnik, einschliesslich elektrischer Büromaschinen
UL 60601-1 Sicherheitsanforderungen an medizinische elektrische Geräte
Störaussendung (Emission) Top

Man spricht in der Regel von zwei Arten von Störemissionen: die leitungsgebundene und die abgestrahlte Störaussendung. Leitungsgebundene Störungen sind hochfrequente Störanteile, die dem eigentlichen Nutzsignal auf der Eingangs- und Ausgangsleitung überlagert sind. Hierbei spricht man von symmetrischen und asymmetrischen Störungen. Über einer Frequenz von 30 MHz geht die Bedeutung der leitungsgebundenen Störungen stark zurück. Von jetzt an nimmt die Abstrahlung von Störemission stark zu: abgestrahlte Emissionen. Im Weiteren werden wir uns jedoch hauptsächlich mit leitungsgebundenen Störungen befassen.

Messmethode CISPR 3 Top

Netzfilter Messmethode VDE 0871  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Funkstörspannung: Grenzwerte Top

Messplatz für die Funkstörspannungsmessung

Netzfilter Messplatz Funkentstörspannung  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

EN 55011: Grenzwerte und Messverfahren für die Funkentstörungen von industriellen, wissenschaftlichen und medizinischen Hochfrequenzgeräten (ISM),1989 (siehe auch CISPR 13 oder VDE 0871)

Grenzwerte nach EN 55011

Netzfilter Grenzwerte EN 55011  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Quasipeak (QP) und Average (AV) sind zwei Limiten, die beide nicht überschritten werden dürfen und mit zwei verschiedenen Messempfängern gemessen werden. Der Messaufbau bleibt gleich. Diese Grenzwerte ersetzen die in den älteren Normen angegebenen Grenzwerte für Breitband- und Schmalbandstörer.

Die Grenzwerte werden in Klasse A oder B eingeteilt.

In die Klasse A fallen diejenigen Geräte, die nicht in Wohnräumen betrieben werden sollen und nicht an solche Versorgungsnetze angeschlossen werden, die auch Wohnräume versorgen. Die Grenzwerte der Klasse A sind einzuhalten.

In die Klasse B fallen solche Geräte, für die diese Einschränkung nicht gilt. Die Grenzewerte der Klasse B sind einzuhalten.

EN 55022: Grenzwerte und Messmethoden für Funkentstörungen von Hochfrequenzgeräten für industrielle, wissenschaftliche, medizinische (ISM) und ähnliche Zwecke sowie von Einrichtungen der Informationsverarbeitungstechnik.

Grenzwerte nach EN 55022

Netzfilter Grenzwerte EN 55022  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

In die Klasse A fallen alle Einheiten, die in einer kommerziellen Umgebung mit einem Schutzabstand von 30 m zu anderen Einheiten genützt werden sollen.

In die Klasse B fallen alle Einheiten, die keiner Anwendungsbeschränkung unterliegen.

EN 55013: Grenzwerte und Messmethoden für Funkentstöreigenschaften von Rundfunkempfängern und angeschlossenen Geräten, 1990 (siehe auch CISPR 13 oder VDE 0872 Teil 13)

EN 55014: Grenzwerte und Messverfahren für Funkentstörungen von Elektro-Haushaltsgeräten, handgeführten Elektrowerkzeugen und ähnlichen Elektrogeräten, 1993 (siehe auch CISPR 14 oder VDE 0875, Teil 14)

EN 55015: Grenzwerte und Messverfahren für Funkentstörungen von Leuchtstofflampen und Leuchtstofflampenleuchten, 1993 (siehe auch CISPR 15 oder VDE 0875, Teil 15)

Oberschwingungen Top

(EN 61000-3-2, IEC 61000-3-2)

Strom-Oberschwingungen stellen eine Verzerrung der normalen Sinus-Welle dar. Geräte wie Schaltnetzteile, Frequenzumrichter etc. führen zu solchen Strom-Verfälschungen und demzufolge zu einer Kurvenformverzerrung.

Dies hat zur Folge, dass

- im Netz Spannungs-Variationen erzeugt werden.
- andere Verbraucher am Netz dies tolerieren müssen.

Oberschwingungen können in einem dreiphasigen System den neutralen Leiter überhitzen oder stark erwärmen.

Am 1.01.2001 trat die Norm EN 61000-3-2 in Kraft. Sie gilt für alle elektrischen und elektronischen Geräte mit einem Eingangsstrom ≤ 16A pro Phase im Niederspannungsbereich (220/380V; 230/400V und 240/415V bei 50Hz). Die Grenzwerte für Eingangströme >16A pro Phase sind zur Zeit noch in Beratung.

Diese Norm teilt die Geräte in vier Klassen ein.

Klasse Geräte

A Symmetrische dreiphasige Geräte und alle anderen Geräte, ausgenommen diejenigen, die in einer der andere Klassen genannt sind.
B Tragbare Elektrowerkzeuge
C Beleuchtungseinrichtungen einschliesslich Beleuchtungsreglern
D Geräte, mit einer speziellen Kurvenform
(Siehe EN 61000-3-2, Paragraph 4 Bild 1)

Eine Prüfung der Oberschwingungen muss eine Stromanalyse bis zur 40. Oberschwingung beinhalten (z. B. fN = 50Hz → fH = 2kHz). Die IEC 61642 «Von Oberschwingungen beeinflusste industrielle Wechselstromnetze – Anwendung von Filtern und Parallelkondensatoren» ist eine Leitlinie für die Verwendung von passiven AC Oberschwingungsfiltern und Parallelkondensatoren zur Begrenzung von Oberschwingungen und zur Verbesserung des Leistungsfaktors für den Einsatz in industriellen Anwendungen bei Nieder- und Hochspannung.

Spannungsschwankungen (Flicker) Top

(EN61000-3-3, IEC 61000-3-3, IEC 61000-3-5)

Flickererscheinungen und Spannungsschwankungen am Versorgungsnetz werden durch die am Netz angeschlossenen und sich wechselhaft verhaltenden Lasten verursacht. Kritisch ist die Auswirkung von Spannungsschwankungen bei Verbrauchern wie Lampen, Leuchten und Beleuchtungseinrichtungen. Hier ist die abgegebene Lichtleistung und damit die abgegebene Helligkeit im Quadrat abhängig von der anliegenden Spannung. Diese Helligkeitsunterschiede sind als Flicker definiert. Bei vielen Personen führen sie zu Übelkeit und Kopfschmerzen.

Es gibt verschiedene Grenzwerte, abhängig von der Art der Spannungsschwankung (rechteckförmige, sinusförmige und gemischte oder beliebige).

Zur Messung werden sog. Flickermeter (Aufbau nach EN 60868) eingesetzt.

Immunität Top

ESD (Electrostatic Discharge)

(IEC 61000-4-2)

Eine der wichtigsten Störquellen neben dem Schaltvorgang durch Funkenbildung ist die elektrostatische Entladung von Personen und Geräten.

Burst

(IEC 61000-4-4)

Eine der häufigsten und gefährlichsten Störquellen ist der Schalter, der nicht im Stromnulldurchgang geschaltet wird. Insbesondere können heftige Störungen auftreten, wenn im Schaltkreis induktive

Lasten vorhanden sind. Die Burst-Prüfung prüft die Resistenz des Gerätes bzw. der Schaltung gegenüber schnellen transienten Störgrössen (Burst).

Surge

(IEC 61000-4-5)

Mit diesem Testverfahren wird das Verhalten des zu prüfenden Gerätes auf die Einwirkung energiereicher Impulse geprüft. Quellen solcher Impulse sind Schaltvorgänge aufgrund von Blitzeinschlägen, Kurzschlüssen oder Schaltvorgängen, die sich zeitlich und örtlich ändern.

Surge-Prüfung an SCHURTER Filtern sind nach IEC 60939 ausgeführt.

Die Definition der Burst-Prüfimpulse nach IEC 61000-4-4

Netzfilter Burst Prüfimpulse IEC 1000-4-4  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Surge Spannungsform im Leerlauf

Netzfilter Surge Spannungsform Leerlauf  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Class

Luftfeuchtigkeit

unter [%]

Antistatisches

Material (Boden)

Synthetisches

Material (Boden)

Level Funken

(kV)

Level Kontakt

(kV)

Klasse 1

35

x

 

2.00

2.00

Klasse 2

10

x

 

4.00

4.00

Klasse 3

50

 

x

8.00

6.00

Klasse 4

10

 

x

15.00

8.00

Prüfschärfenunterteilung

Definition der Umgebungsbedingungen

Prüfspannung auf: [kV]

 

Wiederholfrequenz [kHz]

   

Netz

Signalleitungen

 

Klasse1

gut geschützte

Umgebung

- Störschutzmassnahmen in allen Kreisen

- räumliche Trennung von Netz- und Datenleitungen

- Netzfilter und geschirmte Leitungen mit beidseitig aufgelegtem Schirm vorhanden

0.50

0.25

5.0

Klasse 2

geschützte

Umgebung

- teilweise Störschutzmassnahmen in Schaltkreisen

- räumliche Trennung aller Leitungen

- räumliche Trennung von ungeschirmten Netz und Steuerleitungen

1.00

0.50

5.0

Klasse 3

typische

Industrieumgebung

- keine Störschutzmassnahmen in Schaltkreisen

- unzureichende Trennung von Leitungen

- Kabelbündel bestehend aus Netz-, Steuer- und Signalleitungen

- Rohrleitungserdsysteme

2.00

1.00

5.0

Klasse 4

harte Industrieumgebung

- keinerlei Störschutzmassnahmen in Schaltkreisen

- keine Trennung unterschiedlicher Leitungssysteme

- Kabelbündel bestehend aus Netz-, Steuer- und Signalleitungen

4.00

2.00

2.5

Prüfklassen

Definition der Umgebungsbedingungen

Prüfspannung auf Netz [kV]

   

L → N [2Ω]

L/N → PE [12Ω]

Klasse 0

(gut geschützte Umgebung)

- alle Kabel mit Überspannungsschutz

- spezielles Massesystem

- Impulsprüfung bis 25V

-

-

Klasse 1

(geschützte Umgebung)

- alle Kabel mit Überspannungsschutz

- spezielles Massesystem

- Störspannungen durch Schaltvorgänge im Raum

- Impulsprüfung bis 500V

0.50

Klasse 2

- kurze, sauber verlegte und voneinander getrennte Leitungen

- Leitungen an zentrale Spannungsversorgung geerdet

- Störspannungen im Erdsystem sind möglich

- ungeschützte Leitungen vorhanden

- Impulsprüfung bis 1000V

0.50

1.00

Klasse 3

- Installation ist zentral geerdet

- hohe Störströme und -spannungen sind möglich

- geschützte und ungeschützte Versorgungsleitungen an gleicher Versorgung

1.00

2.00

Klasse 4

- Installation ist zentral geerdet

- hohe Störströme und -spannungen sind möglich

- geschützte und ungeschützte Versorgungsleitungen an gleicher Versorgung

- kein zentrales Massesystem

- Impulsprüfung bis 2000V

2.00

4.00

Klasse 5

- Datenübertragung auf Freiluftleitungen

- keine zentrale Masse

- sehr grosse Störgrössen zu erwarten

- alle Kabel mit Überspannungsschutz ausgerüstet

Abhängig vom lokalen Stromversorgungsnetz

Abhängig vom lokalen Stromversorgungsnetz

Lötprofil Top

SCHURTER Komponenten für Leiterplatenmontage können mit den gängigen Lötverfahren verarbeitet werden. Bauteile für Durchsteckmontage (THT) sind für Wellenlötverfahren mit einer Spitzentemperatur von 230 bis 260 °C geeignet. SMD Komponenten sind geeignet für den Reflow-Lötprozess mit einer Spitzentemperatur von 260 °C.

Bitte beachten sie allfällige abweichende Angaben auf den Produkte Datenblätter.

Empfohlenes Wellenlötprofil

Wave_Soldering_Curve  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Die Löttemperatur von 230°C - 260°C ist abhängig von der Einstufung der Bauteil Lötbarkeit.

Empfohlenes Rewflow Lötprofil

Reflow_Soldering_Curve_1  No autotext value found for autotext id 'click_to_enlarge' (language='de')

Reflow feature Pb-Free assembly
Aufwärmen Temperatur Min (Ts min)

150°C

  Temperatur Max (Ts max)

200°C

  Dauer (ts) für (Ts min - Ts max)

60 - 120 secs

Anstiegsrate (TL - TP)

3°C / secs max.

Liquidustemperatur (TL)

217°C

Dauer (tL) über Liquidustemperatur (TL)

60 - 150 secs

Dauer (tP) 5°C unter Spitzentemperatur

30 secs max.

Senkungsrate (TP to TL)

6°C / secs max.

Dauer von 25°C zu Spitzentemperatur

8 mins max.

Spitzentemperatur maximum

260°C

* Die Spitzentemperatur ist auch abhängig vom Bauteilvolumen (JEDEC J-STD-020D)

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